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Rolf Müller löst Kai Nagel als Gemeindewehrführer ab

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

von
erstellt am 23.Jun.2017 | 22:22 Uhr

Problemlos haben gestern Abend die neun Feuerwehren der Gemeinde Süsel einen Wechsel im Amt des Gemeindewehrführers eingeleitet: In einer Mitgliederversammlung aller Aktiven in Kesdorf zum Auftakt eines dreitägigen Gemeindefeuerwehrtages wurde Rolf Müller zum neuen Gemeindewehrführer gewählt. Der 58-jährige Ortswehrführer aus Röbel wird Kai Nagel (60) am Ende dieses Jahres ablösen. Nagel, der in Middelburg wohnt und der Feuerwehr Süsel angehört, stand dann 18 Jahre lang an der Spitze der Wehren – „und 18 Jahre sind genug“, sagte der Mitarbeiter der Kreisverwaltung.

224 Aktive gibt es in den neun Wehren, 118 waren zur Versammlung nach Kesdorf gekommen, 111 gaben Möller ihre Stimme. Der Kraftfahrzeug-Sachverständige war der einzige, gleich fünfmal vorgeschlagene Kandidat. „Schnapszahl“ tönte es prompt nach der Bekanntgabe des Ergebnisses der geheimen Wahl, und Andreas Riemke, Gemeindewehrführer aus dem benachbarten Bosau und Vertreter des Kreisfeuerwehrverbandes, stellte mit Anspielung auf die Notrufnummer zur Gratulation fest: „112 wäre optimal gewesen.“

Kai Nagel sagte in seinem Jahresbericht, dass mit 224 Aktiven ein Rückgang von acht zu verzeichnen sei, 76 und damit zehn mehr gehörten der Ehrenabteilung an, in den drei Jugendwehren seien 40 Jungen und Mädchen organisiert. Zu 106 Einsätzen hätten zehn Großbrände und 16 Kleinbrände gehört, die Großbrände seien fast ausnahmslos Löschhilfe in der Nachbarschaft gewesen. Mit zehn hätte sich die Fehlalarme im Krankenhaus Middelburg binnen Jahresfrist halbiert. Hoch sei die Zahl von 15 Verkehrsunfällen, darunter drei schwere in kurzen Abständen am Süseler Baum. Nagel erneuerte seine Forderung nach dem Bau eines Kreisels, sonst drohten weitere schwere Unfälle. Nagel dankte der Gemeinde für die Bereitschaft, den Feuerwehrbedarfsplan umzusetzen, nach dem alle neun Wehren notwendig seien, und besonders erfreulich sei der Bau eines neuen Feuerwehrhauses in Röbel.

Einen eindringlichen Appell zum Engagement bei der Handpuppenbühne in Fassensdorf, die in den vergangenen 15 Jahren mit 791 Vorstellungen einen wertvollen Beitrag zur Brandschutzerziehung geleistet habe, formulierte Edwin Schultz. Er werde dieses Jahr 67 und den aktiven Feuerwehrdienst verlassen, ihm liege viel daran, diese Einrichtung dauerhaft in der Gemeinde zu sichern.

Bürgermeister Holger Reinholdt, Kesdorfs Wehrführer Stefan Grell, Edwin Schultz, Andreas Riemke und auch der Chef der Süseler Polizeistation, Ralph de Paoli, würdigten die Leistung von Kai Nagel in den vergangenen 18 Jahren. Den mehrfachen Hinweis darauf, dass er auch seine „Ecken und Kanten“ habe, parierte Nagel mit der Feststellung: „Ich sage immer nur, wie es ist, und am Ende ist es richtig. Bei der Feuerwehr darf man sich nichts vormachen, sonst wird es gefährlich.“

Der Gemeindefeuerwehrtag geht heute um 13.30 Uhr mit Spielen ohne Grenzen weiter. Heute Abend wird um 20 Uhr getanzt und morgen folgt ein Sommerfest mit einem Trödelmarkt.

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