zur Navigation springen
Ostholsteiner Anzeiger

20. November 2017 | 13:05 Uhr

Röbeler Wehr will bald umziehen

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Die für diese Woche geplante Übergabe des neuen Feuerwehrhauses wird erst nächste Woche geschehen / Einweihung im Dezember

von
erstellt am 13.Okt.2017 | 14:23 Uhr

Wenn bei dem Bau des neuen Feuerwehrhauses in Röbel etwas nicht funktioniert hat, dann waren es Zeitpläne: „Eigentlich wollten wir schon längst drin sein“, sagt Ortswehrführer Rolf Müller. „Am 10. 10. sollten wir das Haus übernehmen und die letzten Arbeiten bis zum Einzug machen. Jetzt gehen wir vom 20. Oktober aus.“

Die Feuerwehrleute wollen unter anderem die Stellplätze für die Einsatzfahrzeuge herrichten, wozu zum Beispiel die Installation von Ladegeräten gehört. Für Ende November sei dann der Umzug vom bisherigen Sprüttenhus in das neue Domizil vorgesehen, das auf dem Nachbargrundstück liegt. Eine Einweihungsfeier werde für das zweite Dezember-Wochenende vorbereitet. Müller: „Wir denken auch über einen Tag der offenen Tür nach für alle, die sich das neue Haus einmal ansehen möchten.“

Während das Gebäude äußerlich schon einen fertigen Eindruck macht, begann gestern ein wichtiger Schritt bei der Gestaltung des Umfeldes: Der Hof wurde gepflastert. Eigentlich sollte diese Arbeit in Eigenleistung der Wehr erfolgen. „Weil das Gebäude in einer Farbe gestrichen wurde, die wir nicht ausgesucht hatten, war die Baufirma so kulant und hat zur Entschädigung die Pflasterarbeiten übernommen“, sagte Müller.

Zeitplan und Farbe waren bei weitem nicht das einzige, das unplanmäßig lief: „Es wurden zum Beispiel Türen bestellt, die 20 Zentimeter zu kurz waren“, erzählt Müller. „Irgendwie ging schief, was bei einem Bau schief gehen kann.“ So fingen auch die Pflasterarbeiten gestern Morgen mit der Erkenntnis an, dass eine Maschine zum Abrütteln der Fläche nicht ansprang.

Aber das sei alles nicht dramatisch, sagt Müller, schließlich sei ein Ende absehbar. Und war sagt der Volksmund? Was lange währt, wird endlich gut.

Vor über fünf Jahren hatten in der Gemeinde die Überlegungen zum Neubau eines Feuerwehrhauses in Röbel begonnen, vor allem befördert durch ein Gutachten der Feuerwehrunfallkasse. Anfang Februar dieses Jahres waren im Finanzausschuss und in der Gemeindevertretung in zwei aufeinander folgenden Sitzungen die Weichen für den Bau endgültig gestellt worden.

Vergangenes Jahr gab es mit Plänen und einer Kostenerwartung von 660 000 Euro, von denen das Land 410  000 übernehmen will, eine Ausschreibung, zugleich wurde die Streuobstwiese am Ortsrand als Baugrund vorbereitet. Doch im Oktober 2016 folgte ein Baustopp: Die Ausschreibung wurde aufgehoben, weil die Angebote rund 100 000 Euro höher lagen als erwartet. Eine neue Ausschreibung folgte zu Beginn dieses Jahres. Deren Ergebnisse waren ähnlich wie zuvor. Allerdings waren Gewerke reduziert und der Anteil der Eigenleistung erhöht worden. Die Gesamtkosten sollen nun bei 700  000 Euro liegen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen