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Ostholsteiner Anzeiger

20. August 2017 | 18:12 Uhr

Röbeler Feuerwehr: Baustart im Oktober?

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Der Finanzausschuss der Gemeinde Süsel hat die Kostenkalkulation genehmigt

Den Bau eines neuen Feuerwehrhauses in Röbel haben Montagabend die Mitglieder des Finanzausschusses der Gemeinde Süsel einstimmig gebilligt. Die Bereitschaft zum Geldausgeben endete allerdings bei Nachbesserungen in der Groß Meinsdorfer Kindertagesstätte als Bedingung für einen Trägerwechsel und bei einem Antrag des Dorfvorstandes Barkau. Für die Kita verlangte der Ausschuss eine konkrete Kostenermittlung. Und abgelehnt wurden 5000 Euro für Pläne zum Bau eines Gemeinschaftshauses in Barkau, stattdessen erteilte der Ausschuss dem Bauamt einen Prüfauftrag.

Die Zusicherung des Landes, dass die Gemeinde für das neue Feuerwehrhaus in Röbel eine Sonderbedarfszuweisung in Höhe von 410  000 Euro bekommt, hat die Furcht der Gemeindevertreter vor einer unbezahlbaren Aufgabe deutlich verringert. Architekt Sönke Utke stellte dem Ausschuss die aktualisierten Pläne mit drei Fahrzeug-Stellplätzen vor. Als Kosten für den Neubau, der neben dem vorhandenen Sprüttenhuus am Ortsrand auf der Streuobstwiese entstehen soll, errechnete Utke 660  000 Euro.

Eine unverhoffte Menge an Mutterboden auf dem Grundstück, die abgefahren werden müsse, habe die absehbaren Kosten erhöht, räumte Utke ein. Dieser Tatsache stehe aber die Bereitschaft der Feuerwehr gegenüber, etwa 50  000 Euro durch Eigenleistungen zu sparen. Im gemeindlichen Haushalt stehen 645  000 Euro bereit, Baubeginn könnte im Oktober sein.

Hinterfragt wurden aus der CDU-Fraktion 15  000 Euro, die der Architekt für die Möbel im Schulungsraum angesetzt hatte: Ob nicht die im Sprüttenhuus vorhandenen Möbel verwendet werden könnten? Davon rieten Wehrführer Rolf Müller und SPD-Vertreter Andreas Lunau eindringlich ab: Das vorhandene, ohnehin gespendete Mobiliar sei sehr schwer und zerkratze den Fußboden. Außerdem seien die Stühle nicht stapelbar.

Kritische Fragen gab es auch zu knapp 40  000 Euro, die laut Vorlage der Verwaltung an Sanierungsbedarf in der Kindertagesstätte „Kunterbunt“ in Groß Meinsdorf vorhanden seien. Anlass war eine Liste an Mängeln des Brandschutzes und der Unfallkasse, die vor einer – wie berichtet – beschlossenen Übergabe der Kita an den Arbeiter-Samariter-Bund und beseitigt werden müsse. Weil eine Reihe von Ausgabepositionen nur geschätzt und nicht durch eine konkrete Preisermittlung gestützt war, verschob der Ausschuss eine Entscheidung.

Glatt abgelehnt wurden 5000 Euro Planungskosten für ein Gemeinschaftshaus in Barkau. Stattdessen erhielt das Bauamt den Auftrag, zu ermitteln, wie für ein Grundstück am Gießelrader Weg Baurecht geschaffen werden kann.

Seit ihrer Wahl zum Dorfvorstand im Herbst 2013 arbeiten Matthias Thoms, Johann Schlichting und Stephan Schlichting an der Idee, für die 200 Bewohner des Dorfes einen Gemeinschaftsraum zu schaffen. Im März 2015 hatte die Gemeinde einstimmig beschlossen, ein kommunales Grundstück kostenfrei dafür bereit zu stellen – wenn das Projekt keine weitere Beträge aus dem Gemeindesäckel erfordere.

Eine Bedingung sei klar formuliert worden, erinner-te Adrianus Boonekamp (CDU): Weder für den Bau, noch für die Unterhaltung dürfe Barkau mit Geld von der Gemeinde rechnen, damit in anderen Dörfern keine Begehrlichkeiten geweckt würden. Die Bedingung wolle man gerne einhalten, betonte Mattias Thoms. Der Dorfvorstand wolle aber auch gerne erfahren, was auf dem Grundstück machbar und welche Erschließungskosten notwendig seien. So habe man die Chance, eine 60  000 Euro wertvolle Halle für nur 6000 Euro zu erwerben, verstreichen lassen, weil nicht klar sei, was auf dem Grundstück möglich sei. Diese Frage soll nun durch eine Expertise aus dem Bauamt beantwortet werden, was aber – wie es hieß – bis Oktober dauern werde.

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erstellt am 22.Jun.2016 | 11:29 Uhr

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