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Ostholsteiner Anzeiger

23. August 2017 | 04:56 Uhr

Rettungsboot in Seenot

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Stadtvertreter weiter zerstritten über die Einsatzstelle

Zur unendlichen Geschichte gerät die Suche nach einer praxistauglichen Einsatzstelle am Großen Eutiner See für das Rettungsboot der Feuerwehr. Auf Antrag der CDU vertagte der Bauausschuss erneut einstimmig eine Entscheidung, nachdem zuvor in der Aussprache die Wogen wieder hochgeschlagen waren.

Das inzwischen gar nicht mehr so neue Boot kann nur mit einem Trailer zu Wasser gelassen werden, wofür eine stabile Unterlage an gut zugänglicher Stelle erforderlich ist. Von den einst sechs Standorten, über die seit einem Jahr mit immer neuen politischen Volten diskutiert wird, standen aus Sicht der Stadtverwaltung nur noch zwei zur Debatte: der eine auf dem Gelände des Rudervereins, der andere dicht daneben nahe der Schwimmhalle.

Für die Wehr seien beide akzeptabel, mit leichter Präferenz für eine auf städtischem Grund befindliche Einsatzstelle, sagte Wehrführer Wolfgang Mevs. Sein Wunsch: „Es müsste nur mal endlich losgehen.“

Klaus Kibbel (SPD) beharrte darauf, dass die beste Einsatzstelle am Bootsanleger links von der Schwimmhalle sei. Der amtliche Hinweis, dass der Seegrund dort von Rückständen der ehemaligen Gasanstalt kontaminiert sei, stimme nicht: „Ich habe da meine Probe gezogen, da ist keine Altlast.“ Die Stellungnahme des zuständigen Landesamtes sei nicht nachvollziehbar, forderte dann Detlev Kloth eine Abstimmung über den SPD-Standortwunsch. Der wurde mit klarer Mehrheit abgelehnt.

Mit der Feststellung, dass die Einsatzstelle bei der Fischerei Schwarten aufgrund einer Probefahrt nicht in Frage komme, wollte sich Olaf Schmidt (CDU) nicht zufrieden geben: „Ich hätte das Boot da in einem Gang reingesetzt.“ Nach weiterem Hin und Her ums eigene Besserwissen und -können wurde ein Beschluss vertagt.

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erstellt am 09.Okt.2014 | 15:32 Uhr

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