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Ostholsteiner Anzeiger

17. Dezember 2017 | 21:16 Uhr

Eutin : Rettberg-Kaserne wird umgekrempelt

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Neue Wohn- und Dienstgebäude entstehen für die rund 800 Soldaten in Eutin. Die Modernisierung kostet etwa 30 Millionen Euro.

shz.de von
erstellt am 13.Nov.2015 | 18:00 Uhr

Eutin | Lange haben die Eutiner Soldaten darauf gewartet, aber seit kurzem wird in der Rettberg-Kaserne gebaut. „Die Stimmung wird besser“, sagt Oberstleutnant Alexander Radü, Kommandeur des Aufklärungsbataillons 6 „Holstein“. Kein Wunder: Schließlich ließ der Baubeginn mehr als fünf Jahre auf sich warten.

In den kommenden zehn Jahren sollen rund 30 Millionen Euro in die Infrastruktur der Kaserne an der Oldenburger Landstraße investiert werden. Als erste Baumaßnahme wurde das bisherige Haupteingangstor der Kaserne runderneuert (wir berichteten).

In direkten Nachbarschaft sollen zwei Unterkunftsbauten abgerissen werden. Aufgrund des maroden Zustands sei es „kostengünstiger neu zu bauen als zu sanieren“, sagt Oberstleutnant Axel Jahnke, Kasernenkommandant der Rettberg-Kaserne. Rund zehn Millionen Euro koste Abriss und Neubau der beiden Blöcke. Insgesamt sollen 160 Einzelstuben für Soldaten entstehen. Bisher teilen sich bis zu acht „unterkunftspflichtige“ Soldaten – zumeist unverheiratete bis zu einem Alter von 25 Jahren – ein Zimmer. „Da sind wir noch nicht so fortschrittlich wie andere Standorte“, sagt Jahnke. Nach Fertigstellung verfügen die Bauten dann aber auch über den modernsten Standard – Internet und Sanitärbereich für jede einzelne Stube inklusive. Jeder Soldat könne seine Stube dann in einem gewissen Rahmen individuell ausgestalten, so Jahnke. Das Inventar stellt die Bundeswehr – möbliert wird in „Buche-Dekor“.

Generell sollen zukünftig die Dienstbereiche getrennt werden. Es entstehen reine Bereiche für den täglichen Dienst – so ein neues Büro-Gebäude für 3,2 Millionen Euro – , andere Häuser dienen rein der Unterbringung.

Diesem Punkt wird auch in anderer Hincith Rechnung getragen: Bisher wurden die Waffen in fast jedem Gebäude aufbewahrt. „Die Waffenkammern werden zukünfitg zentralisiert“, sagt Jahnke. Dazu wird für 1,5 Millionen Euro ein Waffenlagerhaus gebaut. Dazu wurden bereits im rückwärtigen Teil des Kasernen-Geländes marode Lagerhütten für Munition abgerissen. Hier – im Bereich des Nebeneingangs – soll für 1,3 Millionen Euro eine neue Wache entstehen. Denn das Neben- soll ab 2017/18 zum Haupttor werden. Der Munitiuonsbereich wird ebenfalls in den Bereich der neuen Wache verlagert. Alle sicherheitsrelaventen Elemente können somit leichter überwacht werden, so Jahnke.

Für vier Millionen Euro entsteht weiterhin eine Ausbildungs- und Werkhalle für die Drohnen, für zwei Millionen eine Werkhalle für Fahrzeuge. 2,5 Millionen Euro soll ein neues Arzt-Gruppen-Gebäude kosten. Für etwa vier Millionen Euro wird das Abwassersystem auf den neusten Stand gebracht. Und drei Millionen Euro sind bereits für die „Gebäudeertüchtigung“ eingeplant – unter anderem für Elektroanschlüsse und Co.

Die meisten Bauarbeiten finden parallel zur Landesgartenschau statt. Wird es Beeinträchtigungen geben? Alexander Radü winkt ab: „Alle Arbeiten sind mit Gartenschau und der Stadt abgestimmt.“

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