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Zusammenlegung der Eutiner Gymnasien : Rektor hält nichts von Schul-Fusion

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Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Der Schulleiter des Voß-Gymnasiums spricht sich aber für eine Zusammenarbeit im Oberstufen-Bereich mit der Weber-Schule aus

Eutin | Ein Zusammenschluss von Weber-Schule und Voß-Gymnasium kommt auf absehbare Zeit nicht infrage – zumindest wenn es nach Dr. Frithjof Löding geht. Der Schulleiter des Voß-Gymnasiums wünscht sich eine Änderung des Schulrechts, damit die beiden Eutiner Gymnasien im Oberstufenbereich besser kooperieren können. „Das ist für mich der Weg der Zukunft, ganz im Sinne der Schüler“, sagte Löding im OHA-Gespräch zu den Plänen von Wolf Krämer-Mandeau. Der von Bürgermeister Klaus-Dieter Schulz mit der Er-
arbeitung eines Schulentwicklungsplans beauftragte Schulexperte der Bonner „Projektgruppe Bildung und Region“ hatte am Dienstag im Eutiner Schulausschuss für eine Fusion von Weber- und Voß-Gymnasium plädiert.

Löding kennt die Argumente von Krämer-Mandeau, schließlich verfolgte er die Sitzung als Gast. Von den Vorschlägen hält er aber nichts. „Wir haben hier zwei traditionsreiche Gymnasien mit überschaubarer Größe, das ist für die Kinder allein schon aus sozialen Gründen deutlich besser als eine große Schule, in der es um einiges anonymer zugeht.“ Krämer-Mandeaus Prognose, dass Eutin lediglich „aus sich heraus die Kraft für ein dreizügiges Gymnasium“ hat, teilt Löding nicht. „Bei einer Fusion hätten wir ein sechs- oder siebenzügiges Gymnasium und für eine solche Schülermasse reichen die neuen Fachräume in der Weber-Schule vermutlich nicht.“ Der Schulexperte sagte hingegen, dass bei einer Fusion der naturwissenschaftliche Trakt des Voß-Gymnasiums nicht saniert werden müsse.

Stattdessen plädierte Löding für eine Zusammenarbeit mit der Weber-Schule in der Oberstufe. „Da wir zum Teil andere Profilfächer anbieten als die Weber-Schüler, wechseln durchaus Schüler von der einen zur anderen Schule.“ Die dadurch entstehende Konkurrenz zwischen beiden Schulen sei von keiner Seite gewünscht. „Um das Problem zu lösen und gleichzeitig für mehr Auswahl bei den Profilen zu sorgen, ist eine Fusion der Schulen nicht nötig.“ Es genüge, einzelne Fächer als Kooperationsprojekt gemeinsam zu unterrichten.

Dazu wollte sich Weber-Schulleiterin Iris Portius, nicht äußern. „Ich habe mich mit den Vorschlägen noch gar nicht auseinandergesetzt, da muss ich mich erst einmal informieren.“ Wichtiger sei der Umzug in den Neubau.

 

 

 

 

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erstellt am 13.Sep.2013 | 00:34 Uhr

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