Reisemobilpark eröffnet

Per Wertkarte erhält der Camper Zugang zu Sanitär- und Waschbereichen sowie zur Ver- und Entsorgungsstationen.
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Per Wertkarte erhält der Camper Zugang zu Sanitär- und Waschbereichen sowie zur Ver- und Entsorgungsstationen.

Stadt und Stadtwerke wollen mit Service und Komfort neue Standards für Camper in der Region setzen

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18. April 2018, 17:06 Uhr

Sechs Monate nach dem Spatenstich sind die Bauarbeiten im Süduferpark abgeschlossen – gestern wurde der „Reisemobilpark Eutiner See“ am ehemaligen Haupteingang der Landesgartenschau an der Oldenburger Landstraße feierlich eröffnet.

Bürgermeister Carsten Behnk sprach von einem „fantastischen Tag für Eutin und die ganze Region.“ Durch den Camperparkplatz sei Mehrwert geschaffen worden.

Für den Bau inklusive Infrastruktur investierten die Stadtwerke Eutin 476 000 Euro – der Hauptausschuss der Kreisstadt hatte im Frühjahr 2017 den Bau und die Bewirtschaftung an das Unternehmen übertragen. Betreiber ist die Stadt, genauer die Eutin Tourismus GmbH.

Am 5. Oktober wurde Spatenstich gefeiert, bis Ostern hätten die Bauarbeiten eigentlich abgeschlossen sein sollen. Aber Frost und Feuchtigkeit hatten den Zeitplan etwas durcheinander gewirbelt. „Aber am Ende wird alles gut“, sagte Marc Mißling, Geschäftsführer der Stadtwerke Eutin GmbH, und schilderte den anwesenden Vertretern aus Politik und den beteiligten Unternehmen seinen ersten Eindruck vom Gelände: „Schön ist es geworden!“

Mit dem Reisemobilpark will Eutin Standards setzen in Sachen Komfort und Service (siehe Infokasten). Tourismuschef Per Köster hofft, dass das „wilde Parken und Übernachten“ auf dem Schlossparkplatz und anderen Flächen nun der Vergangenheit angehört. Täglich werde ein Mitarbeiter beim Reisemobilpark vorbeischauen, um nach dem Zustand der Anlagen und den Camper zu sehen. Denn schließlich liegt die Anlage am Ortseingang und ist ohne Schranke anfahrbar. Mit dem neuen Reisemobilpark nutzt die Stadt den Trend, dass es eine stetig wachsende Zahl von Campern gibt. „Wir haben in sieben Jahren einen Zuwachs an Ankünften im Campingbereich von 51 Prozent und Übernachtungen von 23 Prozent erzielt“, sagte Caroline Backmann, Chefin der Tourismuszentrale Holsteinische Schweiz. 2009 wurden 34 074 Ankünfte und 148 223 Übernachtungen auf Campingplätzen registriert. Die Camper blieben durchschnittlich 4,4 Tage. 2016 wurden 51 395 Ankünfte und 182 772 Übernachtungen erfasst; die durchschnittliche Aufenthaltsdauer lag bei 3,6 Tagen. „Deutlich sichtbar ist die Reduzierung der Aufenthaltsdauer, die sicher auch auf eine Zunahme von Wohnmobilisten zurückzuführen ist“, so Backmann.

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