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Reinhard Sohns: „Eine gute Entscheidung für Eutin“

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

shz.de von
erstellt am 08.Mai.2017 | 11:02 Uhr

„Die Ostholsteiner“-Geschäftsführer Reinhard E. Sohns (Foto) freut sich über das Ergebnis des Bürgerentscheids. 60 Prozent hatten gegen den Erhalt des Haus des Gastes an der Stadtbucht gestimmt. „Das ist eine gute Entscheidung für Eutin. Ich denke, viele haben auch so entschieden, weil sie ein Integrationshotel möchten“, sagte Sohns. Gestern Morgen, am Tag danach, haben die Planungen mit dem ersten Gespräch zwischen ihm und Bürgermeister Carsten Behnk begonnen. „Wir müssen und wollen jetzt die städtischen Gremien einbeziehen, die Ausschüsse müssen zustimmen. Ich glaube, das wird etwas sehr Schönes für die Stadt“, sagte Sohns.

Er wolle nach all den Querelen nur noch nach vorn in Richtung Zukunft und nicht zurück. „Ich hoffe auf eine konstruktive Zusammenarbeit. Ich möchte einen Wettbewerb daraus machen, um gute Ideen ringen und das Beste miteinander erarbeiten – zusammen für die Stadt“, betonte Sohns, das sei ihm wichtig für die Akzeptanz des Integrationshotels.

Bürgermeister und Gemeindewahlleiter Carsten Behnk sagte zum Ergebnis: „Ich freue mich über dieses Ergebnis und über die sehr hohe Wahlbeteiligung. Die Bürger Eutins haben sich für eine weitere Stadtentwicklung am Großen Eutiner See ausgesprochen und damit den Weg frei gemacht für ein zukunftsfähiges Projekt an dieser Stelle. Das Ergebnis ist ein deutlicher Arbeitsauftrag.“

Die Sprecher der Bürgerinitiative, Sigrid Jürß, Malte Tech und Ulrike Wörle, teilten in ihrem Resümee mit: „Das Haus des Gastes hat verloren. Wir bedauern diese Entscheidung sehr; respektieren aber selbstverständlich die sehr deutliche Absage an die Bürgerinitiative und an das Haus des Gastes.“ Ihre Vermutung, dass ihr Thema im Landtagswahlkampf untergehe, habe sich nicht bestätigt. Neben dem verlorenen Entscheid hätten sie aber auch viel gewonnen: reichlich Erfahrung, interessante Gespräche und die „Verflechtungen Eutins“ bestätigt bekommen. „Die Bürgerinitiative hat den Kampf um das Haus des Gastes verloren. Jetzt sind unsere Politiker und der Bürgermeister am Zug. Sie müssen jetzt ihre Versprechen umgehend einlösen“, schreiben die drei BI-Vertreter und betonen, sich weiterhin kritisch mit der Stadtpolitik auseinandersetzen zu wollen.

In allen 16 Wahlbezirken entschied sich die Mehrheit der Wähler gegen den Erhalt und die Sanierung des Haus des Gastes. Am knappsten war es in den Wahllokalen Pro Talis (326 Ja-, 339 Nein-Stimmen), Schule am Kleinen See (246 zu 306), Kreisberufsschule (311 zu 362) und Parkwohnanlage Wilhelmshöhe (67 zu 86) sowie Neudorf (37 zu 92). Insgesamt stimmten 3463 Wähler für den Erhalt und 5201 dagegen. Wahlberechtigt waren 14739 Eutiner ab 16 Jahre.



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