Malente : Reihenhäuser fliegen raus

Vermarktungsproblem: Ein großer Teil der Otto-Struck-Straße blieb unbebaut.
Vermarktungsproblem: Ein großer Teil der Otto-Struck-Straße blieb unbebaut.

Der Malenter Planungsausschuss bringt eine Änderung des Bebauungsplans für die Otto-Struck-Straße auf den Weg.

shz.de von
06. September 2018, 12:09 Uhr

Seit vielen Jahren ist das Baugebiet an der Otto-Struck-Straße unvollendet. Das könnte sich bald ändern. Der Malenter Planungsausschuss fasste am Mittwoch mit sieben zu zwei Stimmen einen Aufstellungsbeschluss für die dritte Änderung des Bebauungsplans Nr. 48. Damit ist jetzt der Weg für eine neue Planung frei.

Zuvor hatte Oliver Kühle, Mitinhaber des Kieler Architekturbüros B2K, die Pläne des Grundstückseigentümers vorgestellt. Ernst Pomplun, Apotheker aus Schönberg, will auf dem Gelände acht Einfamilienhäuser sowie zwei Doppelhäuser errichten. Bislang sieht der B-Plan auf der Brachfläche zwischen Otto-Struck-Straße und der Bahn-Linie Lübeck - Kiel den Bau von Reihenhäusern mit insgesamt 24 Wohneinheiten vor.

Der Ausschussvorsitzende Uwe Potz (CDU) sprach von einem „sehr ordentlichen Entwurf“ und auch David Kardell (Grüne) hieß den Entwurf gut. Sowohl Andreas Hillesheim (SPD) als auch Thomas Paprotta (BfM) wünschten sich dagegen Mehrfamilienhäuser anstelle von Einzelhäusern. „Uns fehlt bezahlbarer Wohnraum“, schilderte Paprotta seine Erfahrungen als Betreuer.

Hillesheim wandte zudem ein, er habe für die Reihenhäuser keine Vermarktungsaktivitäten erkennen können. Dem widersprach Pomplun. Ein Unternehmen habe diese im Internet angeboten, sei jedoch auf keine Resonanz gestoßen. „Viele sind an mich herangetreten, die gesagt haben, wir würden gern Einzelhäuser hinstellen“, sagte er. Bürgermeisterin Tanja Rönck berichtete von ähnlichen Erfahrungen: „Ich habe in den zwei Jahren meiner Amtszeit keine einzige Anfrage nach Reihenhäusern gehabt, nur nach Einzelhäusern.“

Gudrun Förster (CDU) regte an, generationsübergreifendes Wohnen zu erwägen und die Häuserzahl leicht zu erhöhen. Die geplanten Grundstücke für die Einzelhäuser seien 140 Quadratmeter groß, erläuterte Kühle. Das biete genügend Platz, diese nach der Sonne auszurichten. Gegen Mehrfamilienhäuser sprächen nicht nur eine damit steigende Verkehrsbelastung, sondern auch mittlerweile existierende Lärmschutzvorschriften, die an der Bahnlinie zum Tragen kämen, erläuterte er. Keine Änderungen seien an der Otto-Struck-Straße geplant. Die Parkbuchten sollten erhalten bleiben.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen