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Ostholsteiner Anzeiger

22. Oktober 2017 | 01:30 Uhr

Regionalkonferenz zur Fehmarnbelt-Achse

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Bahn-Vertreter: Unternehmen wird sich soweit wie möglich an die Ergebnisse des Raumordnungsverfahrens halten

von
erstellt am 20.Nov.2014 | 16:15 Uhr

Etwa 100 Vertreter aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft entlang der Fehmarnbelt-Achse von Hamburg bis Fehmarn haben in der Handwerkskammer Lübeck über aktuelle Entwicklungen rund um die Realisierung der festen Fehmarnbelt-Querung diskutiert. Zahlreiche Fragen standen im Raum, darunter die bisherige Entwicklung, die Bedeutung für die Menschen in der Region, die Wirtschaft oder den Tourismus. Im Ergebnis waren sich die Konferenzteilnehmer am Ende einig: Auch weiterhin sei eine transparente, umfangreiche und regelmäßige Information über die Entwicklungen der Großprojekte entlang der Fehmarnbelt-Achse von großer Bedeutung für eine mögliche Einflussnahme der Region.

Die Teilnehmer waren auf Einladung der „Kooperation an der Fehmarnbelt-Achse“ unter der Federführung des Kreises Ostholstein zusammengekommen. Referenten von Femern A/S, der Handwerkskammer Hamburg, der IHK zu Lübeck, der Deutschen Bahn Netz AG oder auch des Kreises Ostholstein beleuchteten aktuelle Aspekte rund um das Großprojekt am Fehmarnbelt. In Schleswig-Holstein läuft derzeit
das Planfeststellungsverfahren für die Schienen-Hinterlandanbindung. In Dänemark ist das Baugesetz für den Tunnelbau in Vorbereitung und wird voraussichtlich 2015 verabschiedet. Ulrike Schenka von Femern A/S erklärte, dass das Unternehmen von einem planungsgemäßen Baubeginn 2015 und der Fertigstellung des Tunnels Ende 2021 ausgehe.

Aktuelle Fragen gab es zur Hinterlandanbindung und hier besonders zur Trassenführung der Deutschen Bahn. Letztere werde sich soweit wie möglich, sagte Stefan Neubert von der Deutschen Bahn Netz AG, an die Ergebnisse des Raumordnungsverfahrens halten. Dr. Dirk Lau von der Handwerkskammer Hamburg berichtete von den Erfahrungen einer ähnlichen Kooperation, wie der Kooperation Fehmarnbelt-Achse, an der Unterelbe. Diskutiert wurde, wie und was die Kooperationen voneinander lernen könnten.

Die Kreise samt Wirtschaftsförderungen und Touristikern, die IHKs und die Länder entlang der Fehmarnbelt-Achse seien bereits in verschiedensten Bereichen aktiv, so Horst Weppler vom Kreis Ostholstein. Da der Start der Bauphase unmittelbar bevor stehe, seien nun verstärkt Maßnahmen zur Abstimmung der Baumaßnahmen, auch im Sinne des Tourismus, wichtig.

Für die anwesenden Wirtschafts- und Unternehmensvertreter waren letztlich die Partizipation an den Baumaßnahmen und die langfristigen Folgen von besonderem Interesse. Für die Vertreter des Tourismus waren außerdem Informationen zu möglichen Auswirkungen der Baumaßnahmen von Bedeutung, hier vor allem deren Umfang und Dauer sowie mögliche Verzögerungen der Baumaßnahmen der Deutschen Bahn über die Fertigstellung des Fehmarnbelt-Tunnels hinaus.

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