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Ostholsteiner Anzeiger

17. Dezember 2017 | 06:03 Uhr

Regina Poersch fordert Umdenken

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

„Tourismuszentrale Holsteinische Schweiz leistet sehr gute Arbeit“

von
erstellt am 05.Sep.2014 | 14:02 Uhr

Die Eutiner Landtagsabgeordnete Regina Poersch (SPD) hat an die Gemeinde Malente appelliert, ihren Austritt aus der Tourismuszentrale Holsteinische Schweiz (TZHS) zu überdenken: „Die Tourismuszentrale Holsteinische Schweiz leistet sehr gute Arbeit, Malente ist aus meiner Sicht der ‚geborene‘ Partner“, erklärte Regina Poersch bei einem Gedankenaustausch mit Malentes Bürgermeister Michael Koch. „Allein werden kleine Orte nicht im Wettbewerb mithalten können“, mahnte Regina Poersch, die bis zu ihrem Antritt als Abgeordnete 2005 das Bauamt im Malenter Rathaus leitete.

Die Gemeinde hatte erst im Juni den Austritt aus TZHS zum Jahresende 2015 erklärt, für die bislang jährlich 82 000 Euro ausgegeben werden. Zugleich läuft derzeit alles auf eine Vertragsverlängerung mit dem bisherigen, langjährigen Tourismus-Dienstleister GLC Glücksburg Consulting hinaus. Die Zusammenarbeit zwischen GLC und TZHS klappte nicht reibungslos: Bis heute ist es nicht gelungen, die beiden unterschiedlichen Buchungssysteme mit einer Schnittstelle in Einklang zu bringen – zum Unmut von Vermietern.

Der Tourismus bleibe wichtigstes Standbein der Gemeinde, wirtschaftspolitisch genauso wie als Garant für die Lebensqualität Einwohner, waren sich beide Gesprächspartner einig. Koch unterstrich die Bemühungen der Gemeinde, für ihre Gäste ein attraktives Urlaubsziel zu bleiben: „Ein moderner Internetauftritt gehört für mich genauso dazu wie ein zuverlässiges Buchungssystem und eine intakte Infrastruktur.“

Neben dem Thema Tourismus drehte sich das Gespräch um die Frage, wie die Zukunft der Gemeinde trotz steigender Erwartungen der Bürger und angesichts immer engerer Gestaltungsspielräume gemeistert werden könne. Hier bleibe die Haushaltskonsolidierung vorrangiges Ziel, sagte Koch. Er berichtete von den gemeinsamen intensiven Anstrengungen von Verwaltung und Selbstverwaltung, einerseits den Anforderungen an gute Dienstleistungen gerecht zu werden und gleichzeitig finanziellen Spielraum zurückzugewinnen. Eine wichtige Rolle spiele dabei eine dienstleistungsorientierte und dementsprechend auch ausgestattete Verwaltung. Regina Poersch betonte, dass leistungsfähige Kommunen auch das zentrale Ziel des künftigen Finanzausgleichsgesetzes seien, das jetzt in die Anhörung gehe.

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