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Regierung knickt ein bei Streit um Lehrerausbildung

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

von
erstellt am 28.Apr.2014 | 15:21 Uhr

„Man hat miteinander geredet – aber die Kuh ist in Sachen Lehrerausbildung nicht vom Eis“. So fassten gestern Beobachter den Ausgang eines Spitzengespräches zwischen den Unis Kiel und Flensburg sowie dem Bildungsministerium zusammen. Beide Hochschulen wollen unter Moderation des Leibniz-Instituts für Naturwissenschaften in einem weiteren Gespräch „so zeitnah wie möglich Kompromiss- und Kooperationsmöglichkeiten ausloten“, kündigte Flensburgs Uni-Präsident Werner Reinhart an. Die Zeit drängt: der Landtag soll die umstrittene Reform der Lehrerausbildung noch vor der Sommerpause beschließen.

Zankapfel ist der Ausbau der Lehrerausbildung in Flensburg. Anders als vorgesehen und verabredet will die Landesregierung nicht sieben, sondern 13 Fächer in Flensburg auf Gymnasialniveau anheben. Zwar betonte Kiels Uni-Präsident Gerhard Fouquet, der Fächerkanon sei bei der Unterredung kein Thema gewesen. Am Abend sickerte aber durch, dass die Landesregierung zurückrudert. In zwei der vier umkämpften naturwissenschaftlichen Fächer ist sie offenbar dem Kieler Wunsch nachgekommen: Chemie und Physik sollen auch künftig ausschließlich in Kiel angeboten werden. Die Kieler Uni beharre auch weiterhin darauf, dass alle in Rede stehenden Fächer – also auch Biologie, Sport, Kunst und die Ernährungswissenschaften – ausschließlich in Kiel studiert werden können, betonte Fouquet.

Herr des Verfahrens ist jetzt der Landtag, der den Gesetzentwurf der Regierung bereits Anfang des Monats in erster Lesung beraten hatte. Seite 16 / Kommentar Seite 19

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