Überprüfungen durch Zollbeamte : Rauschgift und gefälschte Schuhe

9,4 Kilo Haschisch, 350 Gramm Kokain und über 12.000 Paar gefälschte Markenschuhe: Das entdeckten Beamte des Hauptzollamtes Kiel vergangene Woche in Ostholstein.

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22. Februar 2012, 11:27 Uhr

Heiligenhafen/Puttgarden | Bei der Überprüfung eines Reisebusses der Firma "Eurolines" in Heiligenhafen nachts um 1.50 Uhr wurde eine Vakuumdose mit dem Aufdruck Apfel-Instant-Tee entdeckt, die keinem Fahrgast zugeordnet werden konnte. In der Dose waren 37 sogenannte Bodypacks mit insgesamt 350 Gramm Kokain.

In einem Bus der selben Firma wurde Sonnabend um 10.50 Uhr ein 33-jähriger Schwede entdeckt, an dessen Gepäck der Rauschgiftspürhund "Mike" deutliches Interesse offenbarte. In einem seiner Koffer waren unter Kleidungsstücken insgesamt vier in Plastikfolie verpackte und mit braunem Klebeband umwickelte Haschisch-Pakete versteckt, zusammen 8,4 Kilogramm des Rauschmittels. Außerdem stellte sich heraus, dass nach dem Mann gefahndet wurde, weil er bei einem Freigang nicht in ein schwedisches Gefängnis zurückgekehrt war. Der 33-jährige wurde vorläufig festgenommen, der zuständige Haftrichter erließ Haftbefehl.
Fäkalgeruch sollte Haschisch tarnen

Beamte der gemeinsamen Fahndungsgruppe Schengen-Süd kontrollierten am Sonnabend um 12.15 Uhr im Fährbahnhof Puttgarden einen Dänen, in dessen Kofferraum eine Einkaufstüte lag, aus der nach dem Öffnen starker Fäkalgeruch drang. Der sollte offenbar 99 eiförmige, in Klarsichtfolie verpackte Haschischstücke tarnen, die ein Gesamtgewicht von 1000 Gramm hatten. Gegen den Mann wurde ein Strafverfahren eröffnet, das Haschisch sichergestellt.

Einen Verstoß gegen das Markenrecht von erheblichem Umfang stellten Beamte einer mobilen Zoll-Kontrolleinheit aus Lübeck am Freitag fest. Sie überprüften einen lettischen Lkw, der zuvor mit einer Fähre von Riga in Travemünde angekommen war.

Hinter einer offensichtlichen Tarnladung von Billig-Schuhen fanden die Zollbeamten mehr als 12.000 Paar gefälschte Schuhe namhafter Hersteller von Sportschuhen. Der Schwarzmarktwert belaufe sich auf über 600.000 Euro.

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