Raus aus dem "toten Winkel"

Die Klasse 4a der Friedrich-Hiller-Schule hat gelernt, was ein gefährlicher „toter Winkel“ ist.
Die Klasse 4a der Friedrich-Hiller-Schule hat gelernt, was ein gefährlicher „toter Winkel“ ist.

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16. September 2009, 10:41 Uhr

Schönwalde/ | Ein großer Lastwagen, viele Kinder und vier Lehrkräfte: Verkehrsunterricht an der Friedrich-Hiller-Schule, den "Round Table 122" Malente-Eutin ermöglicht hatte. Seit 2006 hat der Serviceclub deutschlandweit ein Schulprojekt, bei dem Schülern die Gefahr vermittelt werden soll, die durch den sogenannten "toten Winkel" ausgeht, den Lkw-Fahrer im Rückspiegel haben. Immer wieder kommt es dadurch zu Unfällen, wenn Lkw rechts abbiegen. Nach einer Anfrage des Schulelternbeirats hatten die Round-Table-Vertreter Timo Dose und Bernhard Klemz einen Termin an der Schule organisiert. Die 3. und 4. Klassen erhielten ein Komplettpaket mit Lehrvideo, Folien und Unterrichtsmaterial - und Anschauungsunterricht mit einem Bundeswehr-Lkw.

Hinter dessen Lenkrad durften alle Kinder Platz nehmen und den durch Bänder markierten "toten Winkel" sehen. Bernhard Klemz: "Jetzt wissen die Kinder, wie wichtig es ist, den Blickkontakt mit einem Lkw-Fahrer zu suchen, denn nur so kann man feststellen, ob man wirklich gesehen wird." Zur Nachbearbeitung des Themas erhielten alle Kinder noch einen Lkw-Pappaufsteller für Zuhause. Timo Dose: "Anmalen, erzählen und nachspielen. Da prägt sich etwas ein, was unsere Kinder ein Leben lang behalten sollen." Leider sei ein Extra-Spiegel zur Einsicht in den "Toten Winkel" für Lkw noch keine Pflichtausstattung. Es bleibe die Hoffnung, dass viele Spediteure und Busunternehmen diesen Zusatzspiegel anbauen ließen.

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