Raum für die Kleinsten

Die Kinder der Froschgruppe zeigen schon mal, wo sich die Mauern des geplanten Anbaus befinden werden, dahinter stehen (von links) Regina Praetorius, Zivildienstleistender Patrick Wähling und Kinderpflegerin Silke Linke. Foto: Schröder
Die Kinder der Froschgruppe zeigen schon mal, wo sich die Mauern des geplanten Anbaus befinden werden, dahinter stehen (von links) Regina Praetorius, Zivildienstleistender Patrick Wähling und Kinderpflegerin Silke Linke. Foto: Schröder

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12. März 2011, 08:31 Uhr

20 neue Betreuungsplätze für Kinder unter drei Jahren - dieses Ziel will die evangelische Kirchengemeinde mit einem 240 Quadratmeter großen Anbau an ihrem Kindergarten "Pusteblume" erreichen. Der Baubeginn soll im Juni oder bereits Ende Mai erfolgen, sagte Kindergartenleiterin Regina Praetorius. Ende 2011 solle der Anbau fertig sein.

Lange sei nach einer praktikablen und kostengünstigen Lösung für die ganz jungen Kinder gesucht worden, erklärte Pastor Torsten Becker. Besonders die Finanzierung des etwa 500 000 Euro teuren Projekts sei nicht einfach gewesen. Die Hälfte der Bausumme werde nun aus dem Bundesinvestitionsprogramm Kinderbetreuungsfinanzierung aufgebracht, aus dem seit einigen Jahren der Bau der Kinderkrippen bezuschusst werde. Die andere Hälfte übernehme die Kirchengemeinde. "Die Gemeinde Malente hat sich im Gegenzug bereit erklärt, die nach Abzug von Zuschüssen und Elternbeiträgen verbleibenden Betriebskosten für den Kindergarten vollständig zu übernehmen", erläuterte Becker. In diesem Jahr zahle die Kirche noch zehn Prozent selbst, 2012 werde der Anteil auf fünf Prozent reduziert und sinke 2013 auf null. Dies habe die Kirchengemeinde unter Mitwirkung des Kirchenkreises Ostholstein mit der Gemeinde Malente ausgehandelt. Die Last der Finanzierung gehe aber nicht in die Betriebskosten ein, betonte Becker. Das schultere die Kirche alleine.

Die Planungen hat das Eutiner Architekturbüro Bielke und Struve übernommen. In dem Anbau sollen Gruppen-, Ruhe- und Sanitärräume für zwei Krippengruppen mit je zehn "U3-Plätzen" entstehen. Damit wird es auch vier neue Arbeitsplätze für pädagogische Fachkräfte geben. Der Anbau, für den einige Bäume bereits weichen mussten, entsteht auf der Seite, die in Richtung Kellersee zeigt. Dadurch wird zwar etwas Spielfläche verlorengehen. "Die verlorene Spielfläche wird aber durch bisher nicht genutzte Teile des Pastoratsgartens ersetzt", sagte Regina Praetorius.

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