Rauchsäule über Dakendorf

Kilometerweit war die Rauchsäule zu sehen.
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Kilometerweit war die Rauchsäule zu sehen.

Großbrand in Schweine-Stall / 700 Tiere sterben in den Flammen

shz.de von
21. Mai 2015, 10:55 Uhr

Die Rauchsäule war nicht zu übersehen: Kurz nach 6 Uhr stand gestern Morgen ein Schweinestall in Dakendorf bei Ahrensbök in Flammen. Ein Anwohner aus der Nachbarschaft hatte den Brand entdeckt, als es aus der Lüftungsanlage des Stalls heraus qualmte. Alle sieben Ortswehren der Gemeinde Ahrensbök rückten gegen 6.15 Uhr aus.

Die Ersten vor Ort waren die Männer der Wehr aus Cashagen. Der Stall brannte bereits in gesamter Länge. Beißender Qualm drang aus dem teilweise bereits eingestürzten Dach.

Anfänglich schwierig gestaltete sich die Wasserversorgung. Die Feuerwehrmänner nutzten zunächst das Hydrantennetz. Um die Kapazitäten zu vergrößern, wurde schnell begonnen, Wasser aus einem etwa 400 Meter entfernt liegenden Teich zu pumpen. „Diese Entfernung zu überbrücken, war jedoch das Problem“, sagte Feuerwehrsprecher Jan Brede gestern.

Die insgesamt 100 Mann hatten bis in den Vormittag hinein mit dem Feuer zu kämpfen. Um das nur rund fünf Meter neben dem Stall stehende kombinierte Wohn- und Wirtschaftsgebäude vor den Flammen zu schützen, baute die Feuerwehr eine so genannte Riegelstellung auf, sagte Brede. Die Wasserwand zwischen den beiden Gebäuden konnte ein Übergreifen der Flammen verhindern.

Zum Brandherd vorzudringen, gestaltete sich aufgrund der Bauweise des Stallgebäudes nicht einfach, berichtete Brede weiter. Glutnester versteckten sich hinter Metallabdeckungen und -Platten. „Da kommt man von außen schlecht ran“, sagte Brede. Ein Bagger sorgte schließlich dafür, dass die Feuerwehrmänner noch in den letzten Winkeln der rauchenden Trümmer löschen konnten.

Nicht alle der im Stall untergebrachten Ferkel und Sauen konnten gerettet werden. Rund 700 Tiere starben bei dem Brand.

„Es gibt derzeit keine Hinweise auf Brandstiftung“, sagte ein Polizeisprecher gestern. Die Kriminalpolizeistation Eutin gehe nach ersten Erkenntnissen von einem technischen Defekt aus. Nach ersten Schätzungen der Polizei entstand ein Gesamtsachschaden von etwa 300  000 Euro.

Das Feuer beschäftigte die Männer noch den ganzen Tag über; eine Brandwache blieb zur Sicherheit vor Ort.

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