Plön : Rapper "Das BO" motivierte in Plön Jugendliche für eine Ausbildung

Der Musiker 'Das BO' im Gespräch mit Schülern.   Foto: emm
Der Musiker "Das BO" im Gespräch mit Schülern. Foto: emm

"Job oder Flop" heißt es alljährlich für Tausende Schulabgänger.

Avatar_shz von
02. Oktober 2012, 12:48 Uhr

Plön | 20 Schüler aus Schleswig-Holstein, Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern nahmen am Wochenende beim ersten von bundesweit gesamt zehn kostenlosen "Ich-bin-gut-Camps" der Bundesagentur für Arbeit (BA) teil, um ihre Berufsziele herauszufinden. Schirmherr ist der Musiker Mirko Alexander Bogojevic, besser bekannt als "Das BO" und 2011 Jury-Mitglied der Casting-Show X-Factor.

"Alles, was man ausprobiert, festigt einen. Aber vor allem muss das, was man macht, Spaß machen", sagte der Künstler, der 1996 in Hamburg seine Schulzeit mit Abitur abschloss. Er selber sei einmal sitzen geblieben und ein Auslandsjahr in den USA habe ihn geprägt.
Fehlschläge müsse man annehmen

Für "Das BO" sei immer schon klar gewesen, dass er etwas mit Musik machen wollte. Auch Fehlschläge müsse man annehmen, denn durch die würde man schlauer werden, gab der Rapper den Jugendlichen zwischen 14 und 17 Jahren aus eigener Erfahrung mit auf den Weg. Außerdem gestand der Solokünstler, dass er in Sachen Ordnung und Büroorganisation ein "Döösbaddel" sei.

Für die neue BA- Kampagne Jugendliche auf das Berufsleben vorzubereiten hatte Bogojevic den Song "Ich bin gut" geschrieben. "Ich hätte normalerweise nie einen Text geschrieben, in dem ich mich selbst so in den Vordergrund stelle", betonte der 36-jährige Musiker in Plön vor Journalisten. Wenn es aber um Kinder und Jugendliche ginge, sei er immer dabei.
Bewerbung im Internet

Für das Camp bewarben sich Schüler aller Schularten im Internet. Per Losverfahren gewannen sie den kostenlosen, zweitägigen Camp-Workshop. "Meine Mutter hat mich angemeldet und mich mit der Teilnahme überrascht. Das ist echt cool hier", sagte die 15-jährige Melanie aus Bad Segeberg. "Chillen" (nichts tun und rumhängen) wäre ihr zu langweilig. Deshalb ist ihr Berufswunsch "etwas im technischen Bereich". Der 14-jährige Hendrik aus Bordesholm möchte entweder Geschichte studieren oder Polizist werden. "Das BO" kannte er nicht, da er Castingshows nicht mag.

Neben Berufsberatungen, Stärkenanalysen und Bewerbungshilfen von Mitarbeitern der Arbeitsagentur standen gemeinsame Freizeitaktivitäten wie Kanufahren und Survivaltraining auf dem Programm. "Das stärkt das Selbstbewusstsein, lässt die Kids ihre eigenen Stärken erkennen und sorgt für ein Teamgefühl. Das ist eine Supertruppe hier", so Chefbetreuer Jan Vieth vom Camp Adventure Service. Die Kombination, seine Fähigkeiten in den Beruf einzubringen und zugleich Spaß daran zu haben, sei das ausschlaggebende bei der Berufswahl.

Auf der Internetseite www.planet-beruf.de können Schüler durch das Berufe-Universum surfen und per Test erste Anregungen erkunden. Immerhin gibt es über 400 Ausbildungsberufe. Weiterführende Unterstützung gibt es im Berufsbildungszentrum (BIZ) der Arbeitsagenturen.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen