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Ostholsteiner Anzeiger

18. August 2017 | 11:26 Uhr

Rätsel mit Pfiff – die Lösung

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Ein enger Spielstand, nur noch wenige Minuten bis zum Abpfiff, dann die Behandlung einer leichten Verletzung am Spielfeldrand – falscher Zeitpunkt! Und dann rollt der Angriff aufs eigene Tor und das auch noch in der Nähe des behandelten Spielers. Dass da der eine oder andere Spieler in seiner Anspannung ins Spielgeschehen eingreift, ist verständlich, aber regelwidrig. Mit seiner Frage „Behandlung einer Verletzung und unsportliches Verhalten“ will Schiedsrichter Erik Jacobs für Klarheit sorgen.

Hier noch einmal die Frage: „Ein Spieler hat sich beim Schiedsrichter abgemeldet und das Spielfeld verlassen. Er wird wegen einer Verletzung unmittelbar an der Seitenlinie behandelt. Als der ballführende gegnerische Linksaußen an der Seitenlinie vorbeiläuft, um den Ball zu spielen streckt der verletzte Spieler den Fuß (genau 50 cm) ins Spielfeld, verfehlt diesen und bringt dabei den Stürmer zu Fall. Wie muss der Schiedsrichter entscheiden?“

Erik Jacobs gibt die Antwort: „Der direkte Freistoß ist hier die korrekte Spielfortsetzung, da er trotz seiner Verletzung immer noch zur spielenden Mannschaft gehört. Der Freistoß ist am Tatort, am Ort des Vergehens (Körperkontakt) auszuführen. Der Kontakt war 50 Zentimeter innerhalb des Spielfeldes, nicht auf der Seitenlinie. Darum ist der Freistoß im Feld auszuführen. Darüber hinaus erhält der Spieler eine Verwarnung wegen unerlaubtes Betreten des Platzes. Aber damit ist die Situation noch nicht vollständig aufgearbeitet. Für das Foul kann der Spielleiter natürlich auch eine Verwarnung aussprechen. Der Spieler muss also wegen der Gelben und dann der Gelb-Roten Karte das Spielfeld verlassen.“

Die Serie erscheint im 14-Tage-Rhythmus. Die nächste Folge ist also für Sonnabend, den 28. März vorgesehen.

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erstellt am 15.Feb.2015 | 17:33 Uhr

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