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Ostholsteiner Anzeiger

13. Dezember 2017 | 08:55 Uhr

Radverkehrskonzept ist jetzt beschlossen

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Erster Schritt ist gemacht: Budget und Start der Maßnahmen noch offen

shz.de von
erstellt am 09.Sep.2017 | 00:21 Uhr

Damit hatte keiner aus dem Mobilitätsbeirat gerechnet: Der Stadtenwticklungsausschuss folgte am Donnerstagabend in seiner Sitzung einstimmig der Empfehlung des Beirates und beschloss das Radverkehrskonzept „als Grundlage künftigen Handelns“ für die Stadt Eutin.

„Das ist richtig toll. Wir haben damit einen Riesenschritt gemacht“, sagt Jens Rose-Zeuner, Vorsitzender des Mobilitätsbeirates. Fünf Jahre harte Arbeit und Diskussion mit allen Verantwortlichen liegen hinter den Beteiligten – und nun Einstimmigkeit.

Eutin sei eine klassische Fahrradstadt wegen der kurzen Wege, sagte Stefan Luft vom Planungsbüro Urbanus, als er im Ausschuss das Konzept vorstellte. „Den Slogan haben sie schon, jetzt müssen sie ihn nur noch mit Leben füllen“, sagte Luft. Kopfsteinpflaster, Brüche in der Wegeführung und ein hoher Anteil an Kraftfahrzeugen auf der Straße seien noch das große Manko. Doch mit kleinen Maßnahmen könne es gelingen, Radfahren in der Stadt attraktiver zu machen und den Radverkehr zu erhöhen. Aber Luft machte deutlich: „Sie brauchen eigentlich ein Gesamtverkehrskonzept.“ Gemeinsam mit dem Verkehrsplaner, Professor Dr. Herbert Staadt, teile er die oberste Prämisse der Verkehrsberuhigung für die Innenstadt. „Sie können sich überlegen, ob sie die Lübecker/Stolbergstraße zu einem beruhigten Bereich mit Tempo 20 ausweisen und die Albert-Mahlstedt-Straße zur Fahrradstraße bis zur Lübschen Koppel erklären, die Autoverkehr zulässt.“ So werde automatisch ein anderes Klima auf der Straße erreicht und die Situation für alle Verkehrsteilnehmer verbessert, die Aufenthaltsqualität erhöht, so Luft. Außerdem empfahl er einen Mini-Kreisel am Vossplatz sowie Schutzstreifen für Radler in der Elisabethstraße.

Auch weniger kostenintensive Maßnahmen wie ein kombinierter Zwei-Richtungs-Radweg an der Elisabethstraße oder die Herabstufung der Riemannstraße von einer Hauptverkehrs- zu einer Erschließungsstraße schlug Luft vor, um kurzfristig etwas zu verändern. „Sie müssen sich im Klaren darüber sein, welches Budget sie im Jahr dafür ausgeben wollen und sollten ein Mängelsystem sowie einen Kümmerer, einen Ansprechpartner, haben“, betonte Luft.

Bei den Parteien herrschte Einigkeit: Es müsse etwas getan werden und irgendwo muss angefangen werden. Vom Ausruf Klaus Kibbels (SPD) „Mit mir ist nichts zu machen, was irgendwie den Autoverkehr einschränkt“, gab es keine Spur mehr.

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