Plön : Radtour mit Erlebnis statt Ergebnis

Freut sich auf viele neue Herausforderungen im Sattel: der passionierte Fahrradfahrer und Initiator der Mittsommer-Inselhopping-Tour Andreas Chomatianos.
Freut sich auf viele neue Herausforderungen im Sattel: der passionierte Fahrradfahrer und Initiator der Mittsommer-Inselhopping-Tour Andreas Chomatianos.

Andreas Chomantianos ist beim Inselhopping mit dem Fahrrad um die Ostsee geradelt. Seine Gruppe legte die 370 Kilometer lange Strecke innerhalb von 24 Stunden zurück.

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18. Juni 2015, 13:47 Uhr

Schleswig-Holstein bietet landschaftlich wunderschöne Strecken, die mit dem Fahrrad erkundet werden können. Das dachte sich auch Andreas Chomatianos und organisierte bereits zum zweiten Mal die Mittsommer-Inselhopping-Tour. Am vergangenen Sonnabend trafen sich 20 Teilnehmer bereits um 1.30 Uhr nachts an der Plöner Johanniskirche und brachen gemeinsam zu einer 24-stündigen Fahrradtour durch Deutschland und Dänemark um die Ostsee auf. „Diese Tour könnte aber auch in Etappen erkundet werden“, findet Andreas Chomatianos.

Seit zehn Jahren ist der 66-Jährige begeisterter Radsportler. Als ehemaliger Läufer, der insgesamt 23 Marathons absolviert hat, ist er aufgrund von Knieproblemen auf den Drahtesel umgestiegen. Im vergangenen Jahr hat er insgesamt 10  000 Kilometer mit dem Rad zurückgelegt. Andreas Chomatianos hat bereits viele Fahrradtouren absolviert. „Ich habe an der Schweiz- und Pyrenäenrundfahrt teilgenommen und vor vier Jahren durfte ich an der legendären Bodenseerundfahrt teilnehmen. In vielen deutschen Bundesländern gibt es mittlerweile solche Fahrradtouren“, sagt er.

Warum also nicht auch in Schleswig-Holstein, dachte sich der ehemalige Plöner Ordnungs- und Sozialamtsleiter. Bei einer Wettervorhersage im Fernsehen fiel ihm die Landkarte mit der deutschen Ostseeküste und den dänischen Inseln ins Auge. „Ich habe zu meiner Frau Heike gesagt, dass ich diese Tour doch an einem Wochenende schaffen müsste und so bin ich in über Kiel nach Flensburg, Sonderburg, Fünen, Langeland, Rödby, Oldenburg und schließlich wieder nach Plön gefahren“, beschreibt Andreas Chomatianos die Tour.

Dass die Strecke auch an einem Tag zu schaffen ist, zeigte er bereits im vergangenen Jahr, als er die 375 Kilometer gemeinsam mit 16 weiteren Teilnehmern in 24 Stunden fuhr. Ein Jahr später haben sich 16 Männer und vier Frauen erneut auf den Weg gemacht, um die Tour zu bestreiten. Alle sind bereits über 50 Jahre alt und der älteste Teilnehmer ist sogar schon 78 Jahre alt. „Pausen haben wir nur auf den drei jeweils einstündigen Fährüberfahrten gemacht. Die reine Fahrzeit betrug 14 Stunden und 43 Minuten und 16 Teilnehmer sind auch bis zum Schluss mitgefahren. Vier sind während des Dauerregens ab Puttgarden auf das Begleitfahrzeug und Taxis umgestiegen“, berichtet Andreas Chomatianos.

Die Route über fünf Inseln und drei Hochseebrücken solle aber keine Rennstrecke sein. Alle Teilnehmer können gemeinsam eine landschaftlich schöne Strecke bewältigen und am Ende zusammen im Ziel eintreffen. „Ich kann mir auch vorstellen, dass diese Tour in Zukunft an mehreren aufeinander folgenden Tagen mit kürzeren Etappen stattfindet, sodass auch Freizeitradler, Familien und Menschen mit Behinderungen an der Rundfahrt teilnehmen können. Die Strecke bietet mit unter anderem der Eckernförder Bucht, dem Nord-Ostsee-Kanal, den Ochseninseln und dem besten Hot-Dog-Stand Dänemarks eine so reizvolle Reise um die Ostsee“, findet Chomatianos. Ebenso sei denkbar, dass die Mittsommer-Inselhopping-Tour verschiedene Startpunkte innerhalb der Strecke erhält, sodass auch mehrere Radsportler in kleinen Gruppen teilnehmen können. Denn nur so sei die Sicherheit der Radfahrer gewährleistet. „Toll wäre es auch, wenn aus dieser Route ein neuer Fernradwanderweg entstehen würde. Die Touristeninformationen könnten zum Beispiel Navigationssysteme mit der Strecke verteilen und Hotelbuchungen für die einzelnen Etappen erledigen. Bis jetzt habe ich zwar positive Resonanz für meine Idee bekommen, aber konkrete Pläne gibt es leider noch nicht“, verrät der geborene Franke. Dabei sei diese einmalige Strecke durch zwei Länder seiner Meinung nach doch fähig, um in das EU-Förderprogramm Interreg aufgenommen und zu 75 Prozent finanziell unterstützt zu werden.  

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