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Ostholsteiner Anzeiger

11. Dezember 2017 | 03:25 Uhr

Puppen und Kochen sind gefragt

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

von
erstellt am 27.Jan.2016 | 11:58 Uhr

Besuch am frühen Morgen bekamen die Flüchtlinge in der Erstaufnahme Salzau am Mittwoch. Holger Muhs, der Präsident des Rotary Clubs Plön, und Ulrike Rabe, die Club Masterin des Rotary Clubs aus Martensrade, überreichten in der Kita in Salzau einen symbolischen Scheck in Höhe von 1000 Euro für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen vor Ort.

„Der Betrag ist Teil unseres Gesamterlöses aus der Weihnachts-Tombola unseres Rotary Clubs“, so Muhs. Plöner Geschäftsleute und Bürger hatten dem Club Sachspenden überlassen, die die Rotarier dann verlost haben. „Dadurch hatten wir einen Erlös von 1500 Euro, den wir noch einmal um dem gleichen Betrag aufgestockt haben.“ Weitere Spenden von jeweils 1000 Euro übergibt der Rotary Club Jugendeinrichtungen in Plön und Preetz. Zusammen mit anderen Rotary Clubs in Deutschland haben die Plöner auch den Aufbau einer Schule in einem Flüchtlingslager im Libanon mit finanziert.

Als Leiter der Erstaufnahme nahm Heinrich Feilhauer vom betreuenden DRK die Spende in der Kita von Salzau entgegen. Derzeit leben zwar nur noch knapp 50 Flüchtlinge vor allem aus Syrien und Afghanistan mit wenigen Kinder auf Salzau, es sollen aber wieder mehr werden. Beim Land gibt es nach Angaben von Innenminister Studt Überlegungen, die Kaserne in Putlos an die Bundeswehr zurück zu geben und die Flüchtlinge von dort auf Salzau und Lütjenburg zu verteilen. Derzeit leben nur noch 187 Flüchtlinge in Putlos bei einer Kapazität von 995.

„Mit der Spende werden wir beginnen, die Arbeit unserer Kita auf Salzau auf neue Beine zu stellen“, erläuterte Feilhauer das Konzept. Dank der nun dort tätigen Erzieher ist eine volle Betreuung sichergestellt. „Gefragt sind derzeit vor allem Puppen und Kochen“, so Feilhauer. „Was wir auch brauchen sind Spielsachen wie ein Puppenhaus, um auch das Leben in Deutschland darzustellen.“ Und eine kleine Musikanlage, denn getanzt und gesungen wird in der Kita im ehemaligen Ballsaal des Schlosses auch wieder.

In der Praxis werden hier Mütter zusammen mit ihren Kindern betreut, denn sie wollen sich nach den traumatischen Erfahrungen in der Vergangenheit nicht von ihren Kindern trennen. An diesem Morgen bastelte man beispielsweise zusammen Masken für den Karneval – eine völlig neue Erfahrung für die Flüchtlinge.

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