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Ostholsteiner Anzeiger

18. Dezember 2017 | 22:02 Uhr

PSV erkämpft Mannschaftstitel

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Eutiner U18-Leichtathleten zeigen bei den Deutschen Meisterschaften in Bernhausen bei Stuttgart eine geschlossene Teamleistung

shz.de von
erstellt am 21.Aug.2017 | 22:22 Uhr

Zum Saisonhöhepunkt der Mehrkämpfer des Polizei SV Eutin gab es eine große Überraschung, denn das Trio mit Niklas Sagawe, David Schliep und Mika Jokschat wurde Deutscher Jugendmeister in der Zehnkampfmannschaft. Das Team gehörte zwar zum Kreis der Medaillenanwärter, dass am Ende aber Gold dabei herauskommen würde, damit konnte man nicht rechnen. Nach zwei Tagen mit vielen Höhen und Tiefen kam zwar kein neuer Landesrekord heraus, aber mit 18  211 Punkten hatte der PSV am Ende sogar einen komfortablen Vorsprung von 438 Punkten vor dem großen Favoriten, der LAV Leinfelden-Echterdingen aus Baden-Württemberg.

Das Abenteuer Zehnkampf begann für alle drei Eutiner mit persönlichen Bestleistungen im 100-Meter-Lauf. Mika Jokschat steuerte 12,10 Sekunden, Niklas Sagawe 12,14 und David Schliep 12,24 Sekunden zum Punktekonto bei. Trainer und Betreuer mussten im Weitsprung bange Minuten überstehen, denn Niklas Sagawe fing mit zwei ungültigen Versuchen an und rettete sich mit 5,96 Metern. David Schliep war mit 6,13 Metern bester Eutiner.

Während sich Niklas Sagawe beim Kugelstoßen auf hervorragende 15,06 Meter steigerte, blieb Mika Jokschat bei für ihn enttäuschenden 14,47 Metern hängen. Im Hochsprung waren alle drei Athleten im Soll. Über 400 Meter gab das Team noch einmal alles. Schliep und Sagawe verbesserten ihre Hausrekorde auf 54,62 und 55,23 Sekunden, während für Jokschat die Uhr 56,25 Sekunden anzeigte.

Nach dem ersten Wettkampftag lagen die Eutiner deutlich hinter den Favoriten aus Leinfelden-Echterdingen auf dem zweiten Platz, die nächsten drei Teams hatten nur wenige Punkte Rückstand.

Während der zweite Tag mit ansprechenden Ergebnissen im 110-Meter-Hürdenlauf begann, musste David Schliep beim Diskuswerfen den ersten Durchhänger mit nur 29,58 Metern verkraften. Mika Jokschat mit 44,30 Metern und Sagawe mit 39,36 Metern konnten dagegen mit ihren Weiten sehr zufrieden sein. „Wie sich David Schliep nach dem Diskustief im Stabhochsprung herausgezogen hat, war toll“, meinte Coach Michael Wormeck zur Steigerung seines Schützlings um satte 30 Zentimeter auf 3,80 Meter. Als bester Eutiner entpuppte sich jedoch Mika Jokschat, der sogar 4,00 Meter mit in die Wertung nehmen konnte. Niklas Sagawe, der im Moment einen technischen Fehler nicht beheben kann, war froh, dass er 3,50 Meter übersprang.

Dann kam jedoch seine Spezialdisziplin, das Speerwerfen. Gleich drei Mal flog das 700 Gramm schwere Gerät über die 60-Meter-Marke. Mit 63,42 Metern war er bester Speerwerfer der Titelkämpfe. Bei David Schliep flog der Speer auf 52,85 Meter. Dagegen fand Mika Jokschat, der erst deutlich später mit dem Speerwerfen an der Reihe war, schwierige Windverhältnisse vor, sodass sein Gerät nur bei 46,83 Metern landete.

Vor dem abschließenden 1500-Meter-Lauf war die Spannung über die Reihenfolge groß. Das PSV-Trio hatte während des gesamten Wettkampfes auf den Plätzen zwei bis vier gelegen – und nun das: die Führung in der Mannschaftswertung mit rund 600 Punkten Vorsprung. Umgerechnet bedeutete das einen Vorsprung von fast 120 Sekunden. Lediglich 160 Punkte büßte das Team dann ein. David Schliep brachte mit 4:51,35 Minuten über 1500 Meter seine fünfte Bestmarke in die Wertung ein. In der Endplatzierung sammelte Niklas Sagawe 6424 Punkte, die für eine neue Bestleistung bedeuten. Ihm fehlten als Elfter nur wenige Punkte zum achten Platz und damit auch zur Teilnahme an der Siegerehrung in der Einzelwertung. David Schliep fehlten mit 6099 Punkten nur 28 Zähler zu einer Bestpunktzahl, während Mika Jokschat 5688 Punkte in die Wertung brachte.

„Das war ein toller Abschluss einer langen Saison mit zwei deutschen Meistertiteln innerhalb von nur drei Wochen“, zog Trainer Wormeck das Fazit und ergänzte: „Ich bin mächtig stolz auf die Jungs!“ Sie werden noch einmal antreten im September zum Mannschafts-Cup und dann eine wohl verdiente Regeneration bis Ende Oktober einlegen.

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