Protestaktion an den Grundschulen

Protestaktion von Lehrkrften an der Arnesboken-Schule in Ahrensbök.
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Protestaktion von Lehrkrften an der Arnesboken-Schule in Ahrensbök.

Lehrkräfte der jüngsten Schüler demonstrieren für eine gerechtere Bezahlung

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26. November 2016, 15:27 Uhr

Unter dem Motto „JA13 – weil Grundschullehrerinnen es verdienen“ fanden am Freitag an vielen Schulen in Ostholstein – auch an der Gustav-Peters-Schule in Eutin – Protestaktionen für eine gerechte Bezahlung von Grundschullehrkräften statt. Der Tag wurde ausgewählt, weil – gemessen am Gehalt anderer Lehrer – die Grundschullehrer nun bis zum Jahresschluss „ohne Bezahlung“ arbeiten.

Sie werden als Beamte nach A12, als Angestellte nach E11 bezahlt. Kollegen an anderen Schulformen bekommen meistens A13 oder E13. Ausbildung und Vorbereitungsdienst seien mittlerweile gleich lang, betont Thomas Jantz, Kreisvorsitzender der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Ostholstein. Grundschullehrer, zu 91 Prozent Frauen, verdienten endlich mehr Anerkennung. Die Anforderungen an die pädagogische Arbeit stiegen ständig, ihre Arbeit sei genauso viel wert wie die an anderen Schularten, sagt Jantz weiter. Es sei nicht einzusehen, warum Pädagogen an Grundschulen im Monat 350 bis 450 Euro weniger erhielten. „Nicht nur, dass sie niedriger besoldet werden, sie müssen auch noch eine Pflichtstunde mehr pro Woche unterrichten.“ Als Ausdruck des Protestes kamen am Freitag viele Lehrkräfte schwarz gekleidet in die Schulen.

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