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Sonderausstellung im Eutiner Schloss : „Privatissimo“ im Schloss verlängert

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Herzogin Caroline von Oldenburg zeigt Porträts des Hauses Oldenburg noch bis 6. Juli

von
erstellt am 21.Mai.2014 | 04:30 Uhr

Es mache ihr sehr viel Spaß, und sie freue sich über den großen Zuspruch, versichert Herzogin Caroline von Oldenburg. Und kaum steht sie neben einem Porträt von Peter Friedrich Ludwig, der auch der „Vater Eutins“ genannt wird, sprudelt sie los, erzählt Anekdoten und Historisches aus dem Leben des Regenten, nach dem in Eutin zum Beispiel die Peterstraße benannt ist.

Unter dem Titel „Privatissimo“ war an den Ostertagen eine Porträtsammlung des Hauses Oldenburg eröffnet worden, durch die die Herzogin Führungen anbot – und das montags, dem Wochentag, der fast weltweit als Ruhetag der Museen etabliert ist. Wegen des anhaltenden Interesses an dieser Sammlung und den Führungen wird die Ausstellung bis 6.
Juli verlängert, hieß es gestern bei einem Pressetermin.

Und auch die Führungen werden fortgesetzt: Die nächste findet Montag, 19. Mai, um 11 Uhr statt. Der Montag sei bewusst gewählt, weil die Stiftung Schloss Eutin deutlich machen wolle, dass sowohl Gastronomie als auch Schloss sieben Tage die Woche geöffnet hätten.

Kurzfristig wurde ein Katalog zu dieser Sonderausstellung aufgelegt, der für 3 Euro erworben werden kann. Neben einer Erläuterung der Exponate enthält er eine kurze Einführung in die Geschichte des Hauses Oldenburg.

Die Bemühungen um eine Belebung der Besucherzahlen im Schloss zeitigten Erfolg, ergänzte Kulturberater Matthias Bönsel von der Firma „Viventure“: „Wir hatten bis jetzt im Mai 3500 Besucher, das waren so viel wie im ganzen Mai des vergangenen Jahres.“

Zur weiteren Belebung des Schlossmuseums insgesamt sollen, wie Bönsel weiter ausführte, Führungen beitragen, die ab sofort täglich um 15 Uhr stattfinden und eine Stunde dauern. Und in Planung seien Führungen für Kinder durch eigens dafür geschulte Kinder.

Vorgestellt wurde außerdem ein Vortragsprogramm, das am 6. Juni beginnt: Dr. Bernd Müller, promovierter Historiker und Experte für die Familiengeschichte der Herzöge von Oldenburg, erklärt, wir aus dem Hochstift Lübeck das Großherzogtum Oldenburg wurde.

Es folgt am 14. Juni ein
Referat von Claus Heinrich Bill über „Männlichkeits- und Weiblichkeitsdiskurse auf den gesammelten Porträts in Privatissimo“. Bill ist Direktor des Instituts für Deutsche Adelsforschung.

Prof. Dr. Detlef Jena, renommierter Osteuropahistoriker, hält am 27. Juni einen Vortrag mit dem Titel „Zärtliche Liebe in einer an mannigfaltigen Erfahrungen reichen Familie“: In seinem Fokus steht die Ehe zwischen dem Großherzog Carl Friedrich von Sachsen-Weimar-Eisenach mit der russischen Großfürstin Maria Pawlowna, der zweiten Tochter von Zar Paul I. Das Paar lebte eine eine Zeit lang in Eutin.

Der Karikaturist Jens Natter wird am 7. Juni im Schloss sein und auf Wunsch Porträts von Besuchern fertigen. Ein Workshop im Porträtzeichnen wird Tiemo Schröder, Dozent der Musik- und Kunstschule Lübeck, am 15. Juni von 10 bis 14 Uhr anbieten. Und am 21. und 22. Juni will der ambitionierte Fotograf Christian J. G. Schuster Porträts von Besucher fertigen. Mit diesen Fotos sollen gemeinsam mit Abbildungen von Gemälden der Ausstellung später eine große Fotowand gestaltet werden.

 

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