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Private Hausherren sollen die Städtebauförderung nutzen können

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Städtebauförderung lautet das Zauberwort. Fast 20 Millionen Euro bekommt Eutin aus Töpfen des Bundes und des Landes im Zug des Förderprogrammes Städtebaulicher Denkmalschutz. Ohne dieses Geldsegen wären die umfangreichen Bauarbeiten, die zurzeit in Eutin erfolgen, nicht denkbar.

Bislang sind Projekte der Stadt mit den öffentlichen Mitteln angeschoben worden. Es sollen aber auch private Bauherren innerhalb des Sanierungsgebietes „Historischer Stadtkern“ auf Fördermittel hoffen können. Voraussetzung ist dafür eine „Richtlinie der Stadt zur Förderung von Modernisierungs- und Instandsetzungsmaßnahmen“, für die ein Entwurf vorliegt. Der Stadtentwicklungsausschuss begrüßte die Richtlinie am Donnerstag einstimmig, sie wird vermutlich in der nächsten Sitzung der Stadtvertretung verabschiedet.

Nach Darstellung von Bauamtsleiter Bernd Rubelt sollen bei Sanierungen von Privathäusern bis zu 30 Prozent der Kosten erstattet werden, bei Vollsanierungen auch bis zu 40 Prozent und bei städtebaulich bedeutenden Objekten bis zu 50 Prozent. Die Zuschüsse, die zu jeweils einem Drittel aus Töpfen des Bundes, des Landes und der Stadt kommen, sollen aber je Projekt auf 60  000 Euro begrenzt werden. Der Einsatz von Mitteln im Rahmen des Sanierungsgebietes erfolge freilich mit dem Vorbehalt, dass auch Städtebaufördermitteln von Land und Bund zur Verfügung stünden, heißt es.

Zu den Voraussetzung für einen Zuschuss werde ein
Beratungsgespräch bei der Stadt, ein Antrag sowie die Unterzeichnung einer Modernisierungs- und Instandsetzungsvereinbarung sein – und natürlich die Platzierung des Objektes im Sanierungsgebiet.

Interesse von Besitzern geeigneter Objekte sei vorhanden, berichtete Rubelt dem Ausschuss. Bekannt sei ein Haus aus der Albert-Mahlstedt-Straße und die Eutiner Windmühle, die neu gedeckt werden muss. Die Mühle „Moder Grau“ sei ein Beispiel für Objekte von besonderer städtebaulicher Bedeutung mit hohem Fördersatz, ergänzte Bernd Rubelt.

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erstellt am 04.Sep.2015 | 15:35 Uhr

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