Preetz: Neubau für die Psychiatrie

Eine sorgsam gefüllte und präparierte Kupferröhre versenkte die Landrätin im Fundament.
Eine sorgsam gefüllte und präparierte Kupferröhre versenkte die Landrätin im Fundament.

Haus mit 52 Betten und 18 ambulanten Plätzen soll Ende 2016 fertig sein

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16. September 2015, 15:05 Uhr

In direkter Nachbarschaft zur Preetzer Klinik hat der Bau einer neuen psychiatrischen Klinik begonnen. Landrätin Stephanie Ladwig legte den Grundstein für ein Gebäude mit 2040 Quadratmetern Nutzfläche, auf denen zwei Stationen mit 52 Betten sowie eine Tagesklinik mit 18 Plätzen unterkommen sollen. Bauherrin ist die kreiseigene Gesellschaft Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen.

Betrieben wird die psychiatrischen Klinik vom Ameos-Klinikum Preetz, mit dem seit dem Jahr 2000 eine Kooperation besteht. „Die bisherige Versorgung durch eine Station mit 22 Betten in der Klinik in Preetz für die wohnortnahe Versorgung psychiatrischer Patienten wird bald erheblich verbessert“, stellte Landrätin Ladwig fest.

Mit der Fertigstellung des Neubaus werde neben dem erweiterten stationären Angebot und der zusätzlichen Tagesklinik eine sektorenübergreifende Behandlung (ambulant, teilstationär, stationär) nah am sozialen Umfeld und der Familie ermöglicht. Das bereits vorhandene psychiatrische Behandlungsangebot werde mit der Behandlung von Suchterkrankungen erweitert und biete zudem die Möglichkeit, auch untergebrachte Patienten zu therapieren, ergänzt Ameos-Krankenhausdirektor Andreas Tüting.

Der rund 8,5 Millionen Euro teure Neubau wird vom Land mit voraussichtlich 6,6 Millionen gefördert. Das U-förmige Gebäude mit halb offenem Innenhof wird westlich an den Berliner Ring und südlich an den Klinikpark grenzen. „Dieses Haus ist ein besonderer Lebensraum für Patienten und Mitarbeiter. Seine Hauptfunktion besteht darin, durch seine bauliche Ausformulierung die Therapie zu unterstützen. Es wird Schutz bieten, ein hohes Maß an Privatheit und Konzentration auf sich – aber auch Kommunikation und Begegnung ermöglichen. Von zentraler Bedeutung ist hierbei unter anderem der Bezug zur Natur“ erläutert der Architekt Jörg Schneider von GSP Architekten. Nach dessen Auskunft soll das Gebäude Ende 2016, Anfang 2017 fertig sein.

Mit dem Neubau der Psychiatrie wird, wie es hieß, auch der Platz für Erweiterungen der Klinik geschaffen, die vor dem Hintergrund steigender Patientenzahlen vorgesehen seien.

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