Potz will anderen Wahlkampf

Sie kandidieren direkt: (v.li.) Jürgen Gutzmann, Peter Blenski, Matthias Sievert, Christian Kiel, Rainer Geerdts, Nils Bernhardt, Antje Storm, Uwe Potz, Gudrun Förster und Hans-Werner Salomon. In Abwesenheit gewählt wurden Volker Wandhoff und Marvin Kißmer.
Sie kandidieren direkt: (v.li.) Jürgen Gutzmann, Peter Blenski, Matthias Sievert, Christian Kiel, Rainer Geerdts, Nils Bernhardt, Antje Storm, Uwe Potz, Gudrun Förster und Hans-Werner Salomon. In Abwesenheit gewählt wurden Volker Wandhoff und Marvin Kißmer.

Spitzenkandidat der Malenter CDU für die Kommunalwahl wirbt für Podiumsdiskussionen / Hans-Werner Salomon tritt doch wieder an

Avatar_shz von
06. Dezember 2017, 12:01 Uhr

Mit einer Mischung aus bekannten und neuen Gesichtern startet die Malenter CDU in den Kommunalwahlkampf. Spitzenkandidat für die Wahl am 6. Mai ist Fraktionschef Uwe Potz. Die 24 anwesenden Mitglieder billigten am Dienstagabend im Dieksee-Hotel Wyndham Garden einstimmig den Wahlvorschlag des Ortsverbandsvorsitzenden Peter Blenski, der selbst auf Listenplatz zwei kandidiert. „Ich denke, wir haben eine gute Wahl getroffen“, erklärte Blenski. Jetzt werde man sich daran machen, Ideen für die politische Zukunft Malentes zu entwickeln.

Für eine Überraschung sorgte der ehemalige Fraktionschef Hans-Werner Salomon. Entgegen seiner Ankündigung nach der deutlichen Niederlage im Bürgermeisterwahlkampf im vergangenen Jahr, sich aus der Politik zurückzuziehen, bewirbt er sich erneut für ein Direktmandat. „Ich trete wieder an, weil ich mich einfach nicht von der Kommunalpolitik lösen kann“, begründete Salomon, der auf Listenplatz 9 steht, auf OHA-Nachfrage seinen Sinneswandel.

Seine unveränderte Lust auf Kommunalpolitik bewies der 61-Jährige umgehend, als er im Anschluss an einen Rückblick des Landtagsabgeordneten Tim Brockmann auf die ersten Monate der Kieler Jamaika-Koalition mit Verve die Schwierigkeiten bei der Breitbandversorgung des ländlichen Raums thematisierte. Brockmann hatte zuvor eine positive Zwischenbilanz gezogen. Erste Erfolge seien sichtbar, etwa mit dem neuen Schulgesetz. „Wir haben geliefert an dieser Stelle.“ Andere Themen wie die Kita-Finanzierung oder die Neuordnung des kommunalen Finanzausgleichs benötigten dagegen Zeit. „Da müssen wir etwas Geduld haben“, sagte Brockmann, der bedauerte, dass es nicht auch im Bund zu einer Jamaika-Koalition gekommen ist.

Der Landtagsabgeordnete wies auch auf einen Wermutstropfen der Kandidatenliste hin. Die CDU-satzungsgemäße Vorgabe, jeden dritten Listenplatz mit einer Frau zu besetzen, sei nicht erreicht worden. Zu den bereits in der Gemeindevertretung aktiven Malenter Direktkandidaten zählen die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Gudrun Förster, Bürgervorsteher Rainer Geerdts, Volker Wandhoff und Jürgen Gutzmann. Erstmals um ein Mandat bewerben sich der Polizist Mavin Kißmer, der ehemalige Nücheler Wehrführer Christian Kiel, die Bundeswehr-Zivilangestellte Antje Storm, der Rachuter Unternehmer Matthias Sievert und der Bauleiter Nils Bernhardt. Er ist vor drei Jahren nach Malente gezogen und hat bereits im Kreis Segeberg kommunalpolitische Erfahrungen gesammelt.

An erster Stelle der Reserveliste – hinter den Direktkandidaten für die zwölf Wahlkreise – steht Hanne Popp, ihr folgen die Gemeindevertreterinnen Angelika Blenski und Ulrike Behrens und mit einigem Abstand Gemeindevertreter Rainer Steinbock. Definitiv nicht mehr der künftigen Gemeindevertretung angehören werden Klaus Schützler und Wolfgang Kienle. Bei der Vornominierung für die Kreistagswahl sprachen sich die Mitglieder ebenfalls einstimmig für die amtierenden Kreistagsabgeordneten Rainer Geerdts (Wahlkreis 13) und Alexander Carl Struck (Wahlkreis 14) aus.

Eine andere Form des Wahlkampfs regte Uwe Potz an, indem er für Podiumsdiskussionen in Malente und auf den Dorfschaften plädierte, an denen nicht nur die Spitzenkandidaten teilnehmen könnten. „Ich will mich direkt austauschen“, sagte Potz dem Ostholsteiner Anzeiger. Er sehe keinen Sinn darin, acht Wochen lang am Lenter Platz zu stehen. Dort erreiche man allenfalls diejenigen, die ohnehin der eigenen Partei zugeneigt seien.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen