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Ostholsteiner Anzeiger

24. August 2017 | 08:46 Uhr

Eutin : Potsdam: Rubelt wieder im Rennen

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Kasseler Bewerber fand als neuer Baudezernent keine Mehrheit: Der Oberbürgermeister wird heute den Eutiner Bauamtsleiter vorschlagen.

In Potsdam hat es bei dem Versuch, einen neuen Baudezernenten zu wählen, eine überraschende Wende gegeben: Der offiziell von der „Regierungsmehrheit“ der Potsdamer Stadtverordneten unterstützte Kasseler Baustadtrat Christof Nolda (Grüne) ist vergangene Woche durchgefallen: In drei Wahlgängen bekam er keine Mehrheit.

Das hat zwei Konsequenzen: Die Grünen kündigten die bislang mit SPD und CDU vereinbarte Zusammenarbeit auf. Und: Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD) wird den Stadtverordneten nun die Wahl von Eutins Bauamtsleiter Bernd Rubelt (kleines Foto) vorschlagen. Der hat, wie er dem OHA sagte, dem Oberbürgermeister seine weiter vorhandene Bereitschaft zur Übernahme dieser „überaus reizvollen Aufgabe“ bekundet, sofern die Bedingungen akzeptabel seien. Dazu zähle, dass eine Mehrheit bei der Ende Januar 2017 angesetzten Wahl in der Stadtverordnetenversammlung sicher sei. Es werde auf jeden Fall noch zuvor eine Reihe von Gesprächen notwendig sein.

Mit einer Mehrheit könnte Rubelt, wie in Potsdam erscheinende Zeitungen übereinstimmend berichten, bereits rechnen: Die 14 Abgeordneten der Linken hatten sich schon im Vorfeld für den Bewerber aus Eutin ausgesprochen, dem nun auch die CDU (neun Sitze) die Unterstützung zugesichert haben. Noch kein klares Votum war von der SPD (14 Stimmen) auszumachen, in deren Reihen aber die Abweichler bei der Nolda-Wahl vermutet werden.

57 Sitze gibt es in der Potsdamer Stadtvertretung: CDU, Linke und die Partei „Die Anderen“, die sich ebenfalls zu Rubelts Wahl bekannt haben, verfügen über 27 Stimmen. Da würden schon zwei SPD-Vertreter für eine Wahl Rubelts ausreichen. Nur die Grünen haben nach der Niederlage ihres Kandidaten Christof Nolda (54) angekündigt, dass sie dem Eutiner ihre sieben Stimmen verweigern werden. Nach einer Vereinbarung der – nun aufgekündigten – Rathauskooperation hatten die Grünen das Vorschlagsrecht für den Posten des Baudezernenten geltend gemacht.

Der weitere Fahrplan: Oberbürgermeister Jakobs hat die Vorsitzenden der Fraktionen zu einem Gespräch heute Abend eingeladen: Er wird ihnen offiziell die Wahl von Bernd Rubelt zum neuen Baudezernenten in der Januar-Sitzung vorschlagen. Nach den gesetzlichen Kündigungsfristen könnte Rubelt zum 1. Juli seine neue Arbeitsstelle antreten, mit der er die Leitung einer Behörde mit 300 Angestellten und Beamten übernähme. Rubelt versicherte dem OHA, dass er unabhängig von dem weiteren Verfahren in Potsdam seine Aufgaben in Eutin uneingeschränkt wahrnehmen werde.

Potsdam sei sehr reizvoll, weil es – abgesehen von der Größe der Stadt – viele Parallelen zu Eutin habe: Ein großer historischer Baubestand, zugleich sei die Stadt schnell wachsend und sehr lebendig.

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erstellt am 11.Dez.2016 | 13:43 Uhr

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