zur Navigation springen
Ostholsteiner Anzeiger

21. Oktober 2017 | 16:37 Uhr

„Potenziale der Flüchtlinge nutzen“

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Lars Schöning, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer zu Lübeck, sieht Strom der Heimatlosen als Chance

shz.de von
erstellt am 24.Nov.2015 | 00:32 Uhr

Rund 60  000 Flüchtlinge soll Schleswig-Holstein bis Ende dieses Jahres aufnehmen. Sie müssen verpflegt und untergebracht werden. Und im zweiten Schritt möchten diese Menschen hier ein neues Leben beginnen, hier arbeiten. Wie reagiert aber die heimische Wirtschaft auf die Flüchtlingsströme? „Die Welle der Menschen ist eine Herausforderung“, sagte Lars Schöning, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) zu Lübeck jetzt bei einem Besuch des Ostholsteiner Anzeigers (OHA). Neben der Herausforderung sei die Flüchtlingswelle aber angesichts des drohenden Fachkräftemangels auch eine Chance, so Schöning.

Die IHK-Vollversammlung, zu deren Wahl Schöning die Mitglieder aufrief (siehe Infokasten), habe über das Thema Flüchtlinge „kontrovers diskutiert“, so der IHK-Chef. Am Ende der Beratungen stand aber der Beschluss, dass sich die Mitglieder einig waren, dass jetzt „die Weichen richtig gestellt werden müssen“, so Schöning.

Wichtig sei die Integration und damit allem voran die Sprachkompetenz, damit die Menschen in den Arbeitsmarkt gebracht werden könnten. „Da sind auch die Jobcenter gefragt“, sagte Schöning, der dafür warb, dass alle Institutionen „Hand in Hand arbeiten“ müssten.

Die IHK sieht sich dabei als Schnittstelle und plant jetzt bereits Informationsveranstaltungen für seine Mitglieder zu diesem Thema. Insbesondere eine Duale Ausbildung sei beispielsweise für junge Flüchtlinge vorteilhaft. Die Goldene Regel der Ausbildung – „Karriere mit Lehre“ – gelte weiterhin, sagte Schöning und rief dazu auf: „die Potenziale der Menschen zu nutzen, die zu uns kommen“.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen