Eutin : Poller als Denkhilfe für Autofahrer in der Riemannstraße

Über die Rücksichtslosigkeit von Autofahrern kann man aufgrund vieler Beispiele in Eutin lange reden. Doch die Stadtvertreter machten es kurz.

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09. September 2011, 11:11 Uhr

eutin | Einstimmig befürworteten sie die Aufstellung von Pollern in der Riemannstraße am Gehweg nahe des Kreisels.

Damit soll der Gefährdung von Fußgängern vorgebeugt werden. In dem Bereich sind Autofahrer durch eine Fahrbahnverengung und Parkmöglichkeiten für Fahrzeuge gezwungen, auf den entgegenkommenden Verkehr Rücksicht zu nehmen. Manche aber "entkommen" dem Engpass, indem sie den Gehweg nutzen. Diese gefährliche Praxis soll auf Vorschlag der Stadtverwaltung nun durch die Poller-Absperrung dort verhindert werden. "Damit soll das Mitdenken ein wenig erleichtert werden", sagte der Ausschuss-Vorsitzende Benno Orlick (SPD).

Einverstanden erklärte sich die große Mehrheit der Ausschussmitglieder auch mit den Parkplatz-Plänen für die Kreisverwaltung. Nur die FWE lehnte eine neue Vereinbarung von Stadt und Kreis dazu ab.

Wie ausführlich berichtet, soll das marode Parkhaus an der Weidestraße demnächst abgerissen und durch eine ebenerdige Stellplatzanlage ersetzt werden. Gedacht sind die 140 Plätze vornehmlich für Kreismitarbeiter. Werktags von 15 Uhr bis 6 Uhr sowie am Wochenende sollen die Schranken aber auch für andere Nutzer geöffnet werden. Die 30 Parkplätze, die laut einer alten Vereinbarung bisher rund um die Uhr allgemein zugänglich waren, sollen künftig auf dem Innenhof der Kreisverwaltung entstehen. Den Kreisbediensteten werde das Parken dort dann förmlich untersagt sein,

kündigte Kreisbaudezernent Bernd Straßburger an. Sein Fachdienst-Leiter Dr. Hartwig Barg betonte zudem, dass die neue Stellplatzanlage mit viel Rücksicht auf das Stadtbild gestaltet werde: "Sie wird viel besser aussehen als bei Verbrauchermärkten." Dazu werde auch ein bewusst eingehaltener Abstand zwischen dem Parkplatz und dem Straßenzug beitragen; diese Zäsur entspreche der bis 1974 dort vorhandenen, im gültigen B-Plan wieder dort vorgesehenen Straßenrand-Bebauung. Sie zu realisieren bleibe ein Wunsch, jedoch: "Derzeit fehlt dem Kreis dafür das Geld."

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