Polizeigewerkschaft: Neue Unterkunft ist notwendig

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10. August 2018, 11:59 Uhr

Mit Zustimmung hat die Gewerkschaft der Polizei (GdP) auf die Ankündigungen des Innenstaatssekretärs Torsten Geerdts reagiert, dass die Polizeidirektion für Aus- und Fortbildung (PDAFB) mit rund 36 Millionen Euro modernisiert werden soll (wir berichteten). „Endlich wird anerkannt, dass wir hier auf Hubertushöhe mehr und größere Schulungsräume brauchen“, kommentierte Thomas Mertin (kleines Foto), AFB-Regionalgruppevorsitzender, in einer Pressemitteilung.

Mertins Angaben zufolge quetschten sich derzeit bis zu 26 Polizeischüler in viel zu kleinen Räumen. Verschärft werde die Raumsituation zusätzlich, weil die Polizeianwärter ihre Ausrüstungsgegenstände mit in den Unterricht nehmen müssten.

Der angekündigte Bau von zwei neuen Unterkunftsgebäuden mit 75 Doppelzimmern sei dringend notwendig. Die gegenwärtige Unterbringung des Nachwuchses sei nicht mehr zeitgemäß. Schüler bewohnten zu dritt ein Zimmer. 20 Frauen teilten sich drei Toiletten, Duschen seien im Keller. Seit Jahren fordere die Gewerkschaft eine entsprechende Modernisierung. „Wenn dieses ,Campingplatzflair‘ nun absehbar in dreieinhalb Jahren zur Polizeigeschichte gehören sollte, wäre aus Sicht der GdP ein großer Schritt gemacht“, so Mertin.

In den Bereichen Einsatz- und IT-Ausstattung sei die PDAFB auf einem guten Weg. Aber im Bereich der Spurensuche und -sicherung fehlten nach wie vor moderne Unterrichtsräume.

Als prekär bezeichnet Mertin die Raumsituation in der 1. Einsatzhundertschaft, zu der weit über 200 Polizeibeamte gehören. „Damit die Einsatzhundertschaft den Ansprüchen einer hochprofessionellen Einheit gerecht werden kann, wird ein moderner Bau benötigt“, unterstreicht Thomas Mertin. Aktuell seien die Einsatzkräfte der Hundertschaft auf mehrere Gebäude verteilt. „Das ist gerade für diese Einheit alles andere als optimal.“

Die Situation in der PD AFB sei aktuell alles andere als ideal. „Überall wird renoviert und umgebaut“, berichtet Mertin. Der Renovierungsstau und die Bausünden der 1950er-Jahre, aus der eine Benzolbelastung resultiere, machten sich derzeit störend bemerkbar. „Der Zeitpunkt ist denkbar ungünstig, da wir im Bereich der Ausbildung Hochbetrieb haben und in dieser Zeit ein Gebäudekomplex nicht genutzt werden kann.“

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