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Ostholsteiner Anzeiger

24. Oktober 2017 | 14:22 Uhr

Polizei will in Supermarkt ziehen

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Verhandlungen der Gebäudemanagement Schleswig-Holstein mit dem Eigentümer Richard Anders laufen noch – Umzug im Herbst

von
erstellt am 01.Mär.2016 | 16:26 Uhr

Die Polizei in Lütjenburg ist schon seit längerem auf der Suche nach einem neuen Standort. Notwendig wird der Umzug durch die Aufstockung des Personals nach der Polizeireform im vergangenen Jahr. Jetzt ist man nach Informationen des OHA offenbar fündig geworden. Schon im Herbst soll die Polizei von ihrem Revier in der Oberstraße umziehen in den alten Sky-Markt am Gildenplatz. Die Umbaupläne für das seit Jahren leer stehende Gebäude sollen bereits fertig sein.

Zum 1. April 2015 trat die neue Organisation der Polizei im Kreis Plön in Kraft. Alle Dienststellen im Kreis wurden seitdem organisatorisch dem Polizeirevier Plön nachgeordnet, kleinere Stationen geschlossen. So die Polizeistation Selent, für die nun Lütjenburg zuständig ist. Aus der Polizeizentralstation Lütjenburg wurde die Polizeistation Lütjenburg. Im Zuge der Reform wurden die 13 Beamten des Lütjenburger Reviers um weitere fünf auf 18 erhöht. „Hinzu kommt im Bäderdienst bis Ende August noch eine weitere Beamtin“, so Polizeisprecher Matthias Arends von der zuständigen Direktion in Kiel.

Damit stößt das Revier in der Oberstraße an seine räumlichen Grenzen. Seit geraumer Zeit war man deshalb auf der Suche nach neuen Räumlichkeiten. Zeitweilig im Gespräch waren bereits das alte Soldatenheim in der Kieler Straße oder das leer stehende Stabsgebäude auf dem alten Kasernengelände. Doch nun hat sich eine neue und für alle Seiten bessere Lösung ergeben.

Derzeit laufen nach OHA Informationen Verhandlungen über einen Umzug in den alten Sky-Markt am Gildenplatz, wo auch der zentrale Busbahnhof des Ortes liegt. Die Räumlichkeiten waren von der Coop seinerzeit aufgegeben worden als gegenüber ein Rewe-Markt aufmachte. Das Gebäude selbst gehört der Richard Anders-Gruppe. Seitens der Anders-Gruppe hieß es: „Wir sind in positiven Gesprächen mit der GMSH (Gebäudemanagement Schleswig Holstein) und sind zuversichtlich auf einen erfolgreichen Abschluss.“

Vom Prinzip her sei man sich bereits einig. Von Seiten der Polizeiführung in Kiel verlautete auf Anfrage dazu: „Sobald wie möglich soll der Umzug stattfinden. Die Vertragsverhandlungen mit dem Vermieter eines in Betracht kommenden Objektes laufen zurzeit noch.“ Strittig ist dem Vernehmen nach nur noch die Höhe der Miete. Grob geplant ist der Umzug für den späten Herbst, spätestens Anfang des Winters.

Fertig sollen dagegen bereits die Pläne für den Umbau der Räumlichkeiten, für Büros und einen „sicheren Raum“ in Absprache mit der Polizei vor Ort sein. „Der Umbau könnte sofort losgehen, wenn es eine Einigung über die Miete gibt“, heißt es dazu von Polizeiseite.

Vor dem Hintergrund der Reform und der seit Wochen geprägten Diskussion um die Innere Sicherheit in Deutschland und auch im gesellschaftlichen und politischen Raum im Kreis Plön lädt die Polizeiführung nun zu Bürgersprechstunden an den Orten ein, in denen Dienststellen geschlossen sind oder es vermehrt Wohnungseinbrüche gegeben hat wie in Mönkeberg und Heikendorf. Der Leiter des Polizeireviers Plön, Michael Martins, nimmt daher die aktuelle Diskussion zum Anlass, zusammen mit den Leitern der örtlichen Stationen in Bürgersprechstunden ins Gespräch zu kommen. So zum Beispiel in Hohwacht und Selent am 23. und 24. März.

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