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Ostholsteiner Anzeiger

20. August 2017 | 10:13 Uhr

Polizei spricht über Zukunft von Stationen

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Treffen mit Bürgermeistern aus der Probstei

Ende Oktober werden die Karten auf dem Tisch liegen: Dann gibt es aller Voraussicht nach eine Liste der Polizeistationen, die im Kreis Plön geschlossen werden sollen. Der Fahrplan dieser Reform war Thema eines Gespräches, das die Führung der Polizeidirektion Kiel am Mittwoch mit sieben Bürgermeistern aus dem Amt Probstei und Amtsleiter Sönke Körber führte.

Der Leitende Kriminaldirektor Thomas Bauchrowitz betonte zu Beginn des Gesprächs im Schloss Hagen, dass er noch keine fertigen Ergebnisse präsentieren könne. Diese würden erst Ende Oktober als Resultat einer Arbeitsgemeinschaft Plön erwartet. Bauchrowitz betonte, dass es sich bei dem Kreis Plön um einen sehr sicheren Kreis handele und dies auch künftig so bleiben solle. Daher werde sich die Zahl der Streifenwagen im Präsenzdienst nicht ändern. Eine Arbeitsgruppe, die er im vergangenen Jahr eingesetzt habe, prüfe, ob sich Polizeizentralstationen zu einem Revier zusammenlegen ließen.

Die Leiterin der Arbeitsgruppe, Polizeioberrätin Maren Freyher, stellte die Arbeit der Arbeitsgruppe ausführlich dar und hob hervor, dass sich sie und ihre Mitarbeiter die Arbeit nicht leicht machten. Jede Gemeinde und auch jede Polizeistation werde im Einzelnen betrachtet. Dabei gebe es ein standardisiertes Verfahren, regionale oder geografische Besonderheiten würden berücksichtigt.

Bei den kleineren Polizeizentralstationen werde die Vorgangsbelastung, die Zahl der Einsätze und der Anzeigen betrachtet. Maren Freyher erinnerte an ein Schreiben des Landesrechnungshofes aus dem Jahr 2005, in dem bereits die kleinen Polizeistationen kritisch betrachtet worden seien. Diese Mahnung gelte weiter.

Kriminaldirektor Bauchrowitz berichtete zum weiteren Verfahren, dass vermutlich Ende Oktober die Arbeitsgruppe ihr Prüfergebnis vorlegen werde. Dieses Ergebnis solle seiner Meinungsbildung dienen, und wenn er sich mit den Vorschlägen einverstanden erkläre, gehe die Liste über das Landespolizeiamt zum Innenministerium zur Entscheidung.

Die Ausführungen der Polizeivertreter mündeten in eine sachliche, zum Teil auch lebhafte Diskussion mit den Bürgermeistern. Bauchrowitz warb dabei auch für einen Blick auf veränderte Lebenswelten, in denen nicht mehr in jeder kleineren Gemeinde ein Schutzmann an der Ecke stehen müsse. Bürger hätten heute eine höhere Mobilität. Und auch von der „Online-Anzeige“ per Internet werde von jüngeren Leuten zunehmend Gebrauch gemacht.

Die Leitung der Polizeidirektion will in den nächsten Tagen weitere Informationsveranstaltungen in anderen Ämtern ausrichten.

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erstellt am 07.Sep.2013 | 00:33 Uhr

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