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Polizei ermittelt wegen Drogen gegen Jugendliche

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Ein umfangreiches Ermittlungsverfahren läuft in Eutin gegen Tatverdächtige im Alter zwischen 13 und 18

Der Handel und der Konsum von Drogen ist längst in Eutin verbreitet, offensichtlich wird auch im nahen Umfeld von Schulen gedealt. Die Kriminalpolizei Eutin hat jüngst wieder Ermittlungsverfahren eingeleitet. Sie richten sich gegen mehrere junge Leute aus Eutin und Umgebung im Alter zwischen 13 und 18 Jahren. Das bestätigte ein Sprecher der Polizei gestern dem OHA.

Ermittelt wird nach Informationen unserer Zeitung nicht nur gegen Schüler, sondern auch gegen Auszubildende, zu deren Kunden Schüler zählen und die mit dem Handel den eigenen Konsum finanziert haben sollen. Die jungen Drogenkonsumenten kommen aus allen Gesellschaftsschichten.

Über die Zahl der Tatverdächtigen in Eutin machte die Polizei gestern keine Angaben, weil es sich um ein laufendes Ermittlungsverfahren handele. Es seien „mehrere Verfahren“.

Nach OHA-Informationen ist vor ein paar Monaten ein Schüler der Polizei bei einer Fahrradkontrolle vor dem Voß-Gymnasium aufgefallen: Er hatte auf dem Weg zur Schule Drogen in der Tasche. Aber auch vor Weber-Gymnasium, der Wilhelm-Wisser-Schule und den Beruflichen Schulen des Kreises Ostholstein machen Drogendealer nicht halt.

In den vergangenen Jahren hat es immer mal wieder einzelne Verfahren gegen Schüler gegeben. Vor einigen Jahren wurden an der Eutiner Wisser-Schule sogar 100 Anzeigen gegen Schüler geschrieben, die Drogen konsumiert oder auch gedealt haben sollen. Die aktuellen Ermittlungen könnten ähnlich umfangreich sein.

„Die Situation in Eutin ist nicht anders als in anderen Städten auch“, besänftigte der Polizeisprecher. Jeder der Polizei gemeldete Drogenfall münde in ein strafrechtliches Ermittlungsverfahren: Die Polizei unterliege hier einem Strafverfolgungszwang. Durch politische und gesetzliche Vorgaben würden jugendliche Konsumenten aber nicht kriminalisiert. Dauerhaft konsumierende Jugendliche hätten in erster Linie ein Suchtproblem: Sie seien krank.

Primäres Ziel der Behörden sei es bei Jugendlichen, ihnen zu helfen und sie wieder auf den richtigen Weg zu bringen. „Die Eutiner Schulen gehen mit dem Thema offensiv um, bieten schulpädagogische Maßnahmen an und zeigen Vorfälle auch bei der Polizei an“, stellte der Polizeisprecher lobend fest.



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erstellt am 09.Jan.2014 | 00:33 Uhr

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