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Ostholsteiner Anzeiger

18. Oktober 2017 | 06:44 Uhr

Politisches auf dem Plöner See

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Bundestags- und Landtagsabgeordnete der Grünen warben gestern während einer Tretbootfahrt für sich und ihre Standpunkte

von
erstellt am 15.Aug.2017 | 18:07 Uhr

Beim Tretbootfahren auf dem Großen Plöner See locker mit Bürgern ins Gespräch zu kommen, frei nach dem Motto „Last die Demokratie nicht baden gehen“: Das war gestern am frühen Abend Abschluss eines langen Wahlkampftages für die Bündnisgrünen-Spitzenkandidaten für die Bundestagswahl, Landtagsabgeordnete Aminata Touré sowie Luise Amtsberg und Konstantin von Notz (Mitglieder des Bundestags). Der Auftakt war bereits am Montag in Heiligenhafen bei den Beltrettern.

In den nächsten drei Wochen absolvieren die Politiker auf ihrer Wahlkampftour durch Schleswig-Holstein über 40 gemeinsame Termine. Gestern besuchten sie die Preetzer Werkstätten der Lebenshilfe und die Preetzer Druckerei Evers Frank. In Plön gesellten sich die Bündnisgrünen Christiane Balzer (Eutin), Martin Drees (Preetz) sowie aus der Europafraktion Jan Philipp Albrecht hinzu.

Anmeldungen von Bürgern hatte es im Vorfeld keine gegeben, aber kurz vor dem Start des Tretboot-Ausflugs fanden sich einige Studenten ein, die über die Deutsche Studienstiftung in Plön eine Sommerakademie absolvieren. „Mit dem Verbot von Verbrennungsmotoren ab 2030 hat Angela Merkel Ihnen doch ein Eins-a-Wahlkampfthema geklaut“, befand Student Leo Leypoldt. „Medial versucht Merkel, die Themen zu besetzen“, räumte von Notz ein. „Kernthema ist für uns die Mobilität, diese muss umweltschonender werden.“ „Wir waren immer die treibende Kraft zu diesem Thema“, fügte Amtsberg hinzu.

„Bisher hat sich die FDP als einzige Partei mit dem Thema Digitalisierung medial wirksam befasst“, setzte Student Maximilian Müller nach. Im Bundestag sei das seit Jahren ein großes Thema, so von Notz, netzpolitischer Sprecher seiner Fraktion. Er plädierte dafür, Standards, Rechtssicherheit und rechtsstaatliche Spielregeln zu schaffen. Zu beiden Themen entspann sich ein längerer Austausch.

Man werde in den drei Wochen auch den Zug und das Rad benutzen, erklärte Amtsberg. Sie ist flüchtlingspolitische Sprecherin ihrer Fraktion und arbeitete mit Touré zusammen. Touré studierte Politikwissenschaften, begann vor fünf Jahren in der Grünen Jugend ihre Karriere, rückte Ende Juni in den Landtag und ist Sprecherin für Flüchtlinge und Migration, Frauenpolitik und Verbraucherschutz. Ihre Eltern flüchteten 1992 aus Mali nach Deutschland. Touré gehört dem Landesvorstand an kandidiert in Neumünster.

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