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Ostholsteiner Anzeiger

22. Oktober 2017 | 05:54 Uhr

Politiker sauer auf zu behäbige Bauplanung

vom

Eutiner Parteien kritisieren Stadtverwaltung in Sachen Erweiterung der Wisser-Schule

shz.de von
erstellt am 24.Mai.2013 | 03:59 Uhr

Eutin | Reichlich verärgert sind Eutiner Parteienvertreter über das schleppende Planungstempo für die Erweiterung der Wisser-Gemeinschaftssschule. SPD, CDU, Grüne und FDP waren sich in einer vom OHA ausgerichteten Diskussionsveranstaltung mit Sportvereinen einig in ihrer Kritik am Rathaus: "Die Politik will es so schnell wie möglich, aber die Verwaltung hat Probleme mit dem Vorhaben."

Die Politikerriege nickte eifrig, als SPD-Fraktionssprecher Hans-Georg Westphal auf die Frage zum Neubau einer Turnhalle an der Wisser-Schule eine kräftige Verwaltungsschelte vom Stapel ließ. Westphal: "Eigentlich ist für die Erweiterung mit Sporthalle, Mensa und Gruppenräumen längst alles im Grundsatz schon einstimmig beschlossen. Aber die Verwaltung ist der Bremser, sie kommt mit der Umsetzung nicht voran."

Dieser Kritik schlossen sich Christiane Balzer (Grüne), Gerd Freese (CDU) und Jens-Uwe Dankert (FDP) ausdrücklich an. Freese erinnerte daran, dass die CDU frühzeitig das Thema angestoßen habe. Alle bekundeten die Notwendigkeit einer schnellen Lösung der Wisser-Raumprobleme. Dies müsse auf dem Schulgelände am "Standort Berg" (Elisabethstraße) geschehen, auch wenn die Platzverhältnisse dort beengt seien, hieß es übereinstimmend. Christiane Balzer warnte davor, "die Standort-Diskussion neu aufzumachen", weil damit weiter Zeit ins Land gehen würde. Jens-Uwe Dankert stellte klar, dass am Standort Berg alle skizzierten Raumpläne zu realisieren seien: "Bisher hat noch kein Architekt Stopp gesagt."

Der FWE-Vertreter Malte Tech hatte auf eine Teilnahme an der Gesprächsrunde im Hause des Ostholsteiner Anzeigers verzichtet. Der unabhängige Einzelbewerber Christian Grantz äußerte sich zu dem Thema nicht. Klar Position zum Thema Wisser-Neubau bezogen aber die Vertreter der Sportvereine: "Wir brauchen eine weitere Drei-Feld-Halle in Eutin, allein schon für den Bedarf im Handball."

Bürgermeister Klaus-Dieter Schulz wies die Kritik der Politiker zurück: "Wir sind oft mit unterschiedlichen Raumprogrammen beschäftigt worden, es sind viele Ideen immer wieder neu geboren worden. Deshalb wussten wir nicht genau, wohin es gehen soll bei der Erweiterung." Die jüngste Beratung im Schulausschuss habe aber die Richtung deutlich gewiesen: "Die Beschlüsse für eine Mensa, eine Turnhalle und die Gruppenräume sagen uns, was wir tun sollen." Allen sei klar: "Die Erweiterung muss 2014 kommen."

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