Politik erlaubt Radeln in der Stadt

Bauausschuss stimmt geschlossen dafür / Kreis muss noch zustimmen

shz.de von
25. Mai 2018, 00:18 Uhr

Die Freude der Radfahrer ist groß: Ohne langen Diskussionsbedarf stimmte der Bauausschuss in seiner Sitzung am Mittwochabend einstimmig dafür, das Radfahren in der Fußgängerzone Eutins zu erlauben – mit Ausnahme der Twieten.

Das Thema war im Rahmen des „Aktionsplans Inklusion“ von den Senioren- und behindertenbeauftragten angesprochen worden. Der Mobilitätsbeirat hatte darüber ausführlich getagt und dem Bauausschuss empfohlen, das Radeln in der Innenstadt zeitlich ohne Beschränkung für den Radverkehr freizugeben – mit Ausnahme in den Twieten, Königspassage sowie Professor-Hoffmeier-Gang (wir berichteten).

Detlef Kloth von der SPD machte sich die Beschlussempfehlung des Mobilitätsbeirates zu eigen und beantragte für die SPD eine Abstimmung: „Wir wollen die Verwaltung beauftragen, das unverzüglich umzusetzen.“ Grüne und FDP signalisierten ebenfalls ihre Zustimmung. Sandra Dankert (FDP) schränkte kurzfristig ein: „Sollte der Bürger gefährdet werden, müssen wir das aber zurückdrehen.“ Die Notwendigkeit eines „Versuchs“ für die Radel-Erlaubnis wurde von den anderen Fraktionen nicht gesehen. Der Tenor: „Wenn etwas passiert, reagieren wir sowieso.“

Ab wann darf nun offiziell geradelt werden? „Die Stadt als Ordnungsbehörde stellt jetzt die entsprechenden Anträge beim Kreis. Der Kreis ist die Genehmigungsbehörde in diesem Fall und erst nach erteilter Genehmigung durch die Verkehrsbehörde gilt die neue Regelung“, teilte Stadtsprecherin Kerstin Stein-Schmidt auf Nachfrage mit.
„Das ist ein großer Fortschritt für die Mobilität auch für Senioren. Wichtig ist, dass die Stadtverwaltung eine gute Öffentlichkeitskampagne dazu entwickelt, denn Mobilität ist auch ein Gemeinschaftsthema, das nun begleitet werden muss“, sagte Jens Rose-Zeuner vom Mobilitätsbeirat.

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