Pokal-K.o. im Halbfinale

Am Fünf-Meter-Raum ist das Solo des Pansdorfers Julian Gerlach  (links) zu Ende, seine Eingabe wird von Philipp Jahrling geblockt, der Sereetzer Torwart Andreas Riemer muss nicht mehr eingreifen, denn es gibt einen Eckball. Fotos: Klipp
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Am Fünf-Meter-Raum ist das Solo des Pansdorfers Julian Gerlach (links) zu Ende, seine Eingabe wird von Philipp Jahrling geblockt, der Sereetzer Torwart Andreas Riemer muss nicht mehr eingreifen, denn es gibt einen Eckball. Fotos: Klipp

Verbandsligist Sereetzer SV zieht mit 1:0(0:0)-Sieg gegen Landesligist TSV Pansdorf ins Kreispokal-Endspiel ein

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03. Oktober 2018, 22:38 Uhr

Der Sereetzer Trainer Sven Sercander gönnte seinen Spielern die ausgelassene Feier, die nach einem großen Erfolg kommt. Fußball-Verbandsligist Sereetzer SV hatte eben den TSV Pansdorf aus der Landesliga mit einem 1:0(0:0) aus dem Kreispokal geworfen und steht jetzt im Finale. „Es ist schon verdammt lange her, dass eine Sereetzer Mannschaft im Endspiel gestanden hat“, sinnierte Sercander, der nach dem Schlusspfiff von Schiedsrichter Markus Thormählen mit einem Siegerlächeln nur eins bedauerte: „Schade, dass ich morgen nicht frei habe!“

Das Nachbarschaftsduell war von Zweikämpfen geprägt. Die Sereetzer überraschten mit einer offensiven Ausrichtung. „Wir haben heute ein wenig anders gespielt als in der Verbandsliga. Wir haben mit vollem Körpereinsatz gegengehalten und waren sehr präsent“, sagte Sercander, während sein Gegenüber Helge Thomsen seiner Mannschaft die Gründe fürs Ausscheiden nannte.

Beide Teams waren darauf bedacht, den Gegner vom Tor fernzuhalten, so waren Torchancen Mangelware. Felix Krüger versuchte es in der 22. Minute mit einem Distanzschuss, mit dem der Sereetzer Schlussmann Andreas Riemer keine Mühe hatte. Dann wurde Julian Gerlach im letzten Moment an der Grenze des Fünf-Meter-Raums von Philipp Jahrling geblockt (38.). Unmittelbar vor der Pause zwang Gerlach Riemer mit einem Schuss aus zwölf Metern aufs linke Eck zu einer Flugparade (44.).

Die Sereetzer ließen sich auch in der zweiten Halbzeit nicht in der eigenen Hälfte festnageln. Im Gegenteil: Sie spielten mutig nach vorne und belohnten sich bereits in der 48. Minute mit dem Tor des Tages. Kamel Ejleh nutzte seine Chance und drosch den Ball volley ins Netz, für TSV-Torwart Dennis Schramm gab es da nichts zu halten. Die Pansdorfer wurden jetzt stärker, setzten mehr auf Offensive und suchten öfter den Torabschluss, doch Paul Manthe hatte erst mit einem Flachschuss Pech, der einen halben Meter am rechten Pfosten vorbeizischte (55.), geriet er zu sehr in Rücklage, sodass der Ball über den rechten Winkel flog (63.). In der Schlussphase konnte sich Andreas Riemer noch zweimal auszeichnen, erst hielt er spektakulär einen Schuss von Gerlach (80.), dann zwang ihn der eingewechselte Jan-Malte Basse zu einer weiteren Glanztat (86.). Mit dem Schlusspfiff sanken die Pansdorfer frustriert auf den Rasen, die Sereetzer rissen jubelnd die Arme hoch.

Sven Sercander war vollkommen fertig: „Die letzten zehn Minuten hätten wir uns nicht so hinten reindrängen lassen müssen. Aber es ist ja noch einmal gut gegangen.“

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