EUTIN : Poersch: Mehrheit mit eigener Stimme

Freude über die Wahl: Regina Poersch ist SPD-Kandidatin für die Bürgermeisterwahl in Eutin. SPD-Ortsvorsitzender Uwe Tewes (MItte) und Burkhard Klinke, Vorsitzende die SPD-Kreistagsfraktion, freute sich mit.
Freude über die Wahl: Regina Poersch ist SPD-Kandidatin für die Bürgermeisterwahl in Eutin. SPD-Ortsvorsitzender Uwe Tewes (MItte) und Burkhard Klinke, Vorsitzende die SPD-Kreistagsfraktion, freute sich mit.

Eutiner SPD geht mit der Landespolitikerin in den Bürgermeisterwahlkampf.

shz.de von
23. April 2015, 21:00 Uhr

Mit Regina Poersch geht die SPD ins Rennen für die 2016 fällige Bürgermeisterwahl in Eutin. In der Versammlung des SPD-Ortsvereins stimmten gestern Abend 25 der 49 anwesenden stimmberechtigten Mitglieder für die 45-jährige Landtagsabgeordnete. Gegenkandidat Frank Matthiesen, Polizeidirektor aus Neumünster, erhielt 24 Stimmen.

Es gab keine Enthaltungen oder ungültige Stimmen. Vorteil für Poersch: Im Gegensatz zu Mitbewerber Matthiesen konnte die Eutinerin als Mitglied des SPD-Ortsvereins selbst mitstimmen. Und eine Stimme entschied letztlich die Wahl zwischen beiden Kandidaten.

Als fairer Verlierer beglückwünschte Matthiesen Poersch direkt nach der Wahl. Matthiesen hatte sich erst am vergangenen Sonntagabend kurzfristig beim SPD-Vorstand offiziell als Bewerber gemeldet. Der 51-Jährige hatte in seiner Präsentation versucht, seine Erfahrungen in der Verwaltung in die Waagschale zu werfen. „Ich bin ein erfahrener Verwaltungsfachmann“, sagte Matthiesen. Und als Polizist sah er „in der heimlichen Polizeihauptstadt Eutin“ gute Chancen für sich – hatte aber im Gegensatz zu Poersch kaum konkrete Inhalte für den Bürgermeisterwahlkampf parat.

Poersch hingegen versuchte als in den Stadtthemen bewanderte Eutiner Politikerin zu punkten. „Ich habe hier gute Kontakte und bin hier gut vernetzt“, sagte Poersch.

Uwe Tewes, Vorsitzender des 103 Mitglieder starken SPD-Ortsvereins, begrüßte die Wahl. Nun seien die Weichen für den Wahlkampf gestellt.

Die CDU hatte bereits im Februar den parteilosen Carsten Behnk, einen Verwaltungsfachmann in Diensten des Kreises, zu ihrem Bürgermeister-Kandidaten ernannt. Die Amtszeit von Bürgermeister Klaus-Dieter Schulz endet zum 1. August 2016.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen