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Pönitzer Schüler in China: Beeindruckt von intensiven Hausaufgaben

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

shz.de von
erstellt am 01.Nov.2013 | 00:31 Uhr

Seit einigen Tagen weht auf dem Schulgelände der Middle School No. 10 in Hangzhou, Provinz Zheijang, die Flagge der Gemeinde Scharbeutz als äußeres Zeichen, dass der begonnenen Schüleraustausch zwischen beiden Schulen fortgesetzt werden soll. 21 Schüler und drei Lehrkräfte statteten während der Herbstferien der Schule in Hangzhou einen Gegenbesuch ab.

Die Teilnahme am Unterricht, gemeinsame Aktionen rund um Hangzhou sowie das Leben und Wohnen mit den chinesischen Schülern in deren Familien gestattete den Schülern aus Scharbeutz einen nachhaltigen Eindruck vom Leben junger Chinesen. Der lange Unterrichtstag, der von 7.30 Uhr bis weit nach 17 Uhr reicht, die ausgesprochen intensiven Hausarbeiten und der teilweise lange Schulweg beeindruckte wohl am meisten. Auch die Gastfreundschaft der chinesischen Gastfamilien sowie der fast unerträgliche Straßenverkehr hinterließ bei die jungen Schleswig-Holsteinern mächtig Eindruck.

Die stellvertretende Schulleiterin der Pönitzer Schule, Patricia Treptow, und der Schulleiter der Middle School No. 10, Herr Zhu, bekräftigen während des Austausches vor der regionalen Presse in Hangzhou, dass sie weiterhin die Partnerschaft aktiv voranbringen wollten, denn kein Schulbuch und kein, auch noch so guter Unterricht könne die Erfahrungen vermitteln, die eine wirkliche Begegnung junger Menschen miteinander ermögliche. Besonders interessiert zeigten sich die chinesischen Lehrkräfte an allen Fragen der Unterrichtsgestaltung und des gemeinsamen Lernens. Die unterschiedliche Lehrerausbildung war ebenfalls Thema einiger Gespräche.

Hangzhou ist eine Sechs-Millionen-Stadt, etwa 300 Kilometer südlich von Shanghai und rund 200 Kilometer vom Asiatischen Meer entfernt. Die Stadt gilt als Naherholungszentrum der umliegenden Städte und bietet mit dem West Lake ein wunderschönes Ambiente für Erholungssuchende. Die Stadt hat eine lange wirtschaftliche Tradition und ist seit der Kaiserzeit mit Peking durch den Kaiserkanal verbunden, der noch heute als wichtige Verkehrsader genutzt wird.

Für 2014 werden in Pönitz wieder chinesische Schülerinnen und Schüler erwartet. Der Austausch soll alle zwei Jahre stattfinden.

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