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Ostholsteiner Anzeiger

24. August 2017 | 03:09 Uhr

Plötzlich ist das Wasser wieder weg

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Während vereint an einer Lösung für überflutete Flächen in Neversfelde gearbeitet wird, hat sich die Lage entspannt – zumindest vorerst

Es ist erstaunlich. Das Wasser ist weg. Keine zwei Wochen ist es her, da rätselten Vertreter mehrerer Behörden und des Wasser- und Bodenverbands Schwentine (WBV) bei einem Ortstermin, wie sie die riesige Wasserfläche am Ortsausgang von Neversfelde entwässern könnten. Nun herrscht Rätselraten, warum das Wasser plötzlich von allein abgeflossen ist.

Seit November 2015 war das Wasser hinter dem Lerchenweg immer weiter gestiegen. Hans und Sigrid Jagszent schlugen Alarm bei der Wasserbehörde des Kreises Ostholstein, weil ihr Garten fast komplett überflutet wurde. Vor gut zwei Wochen trat das Wasser schließlich über einen Knick und lief in einen Gully am Grebiner Weg (K  57).

Mittlerweile liegt der Wasserstand rund 1,50 Meter tiefer, der kleine Teich auf dem Nachbargrundstück nähert sich wieder seinem Normalmaß. „Man sieht jeden Tag, wie es sinkt“, sagt Sigrid Jagszent. Nur ein moderiger Geruch erinnert noch an die Überschwemmung. Der Wasserdruck habe die Leitung wieder aufgespült, vermutet Gerd Schumacher, zu dessen Hof Radlandsichten Flächen gehören, von denen das Wasser in die Senke läuft. Dort, wo der vermutete Rohrbruch liegt, sei aber noch kein Erdreich weggespült worden, wundert sich der ehemalige WBV-Vorsteher. Gleichzeitig warnt er: „Das ist noch nicht das Ende der Geschichte.“

Mittlerweile ermittelt ein Planungsbüro für die Gemeinde, wie die Senke am Besten in die Regenwasserleitung an der K  57 entwässert werden kann und was das kosten würde. Der WBV will klären, wer Grundstücke im Einzugsgebiet der Senke besitzt und sich damit an den Kosten beteiligen müsste. Zugleich will die Gemeinde klären, ob die Eigentümerin des Teichgrundstücks mit der Herstellung eines Ablaufs und einem damit verbundenen Knickdurchbruch einverstanden wäre. Die Untere Naturschutzbehörde hat diesen bereits für genehmigungsfähig erklärt.

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erstellt am 26.Feb.2016 | 13:40 Uhr

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