zur Navigation springen

Grundstücksmarkt : Plöns Grundstücke gefragt wie nie

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Die Zahl der Kaufverträge ist gegenüber dem Vorjahr um 16 Prozent gestiegen. In Heikendorf und Laboe sind die Wohnpreise besonders hoch.

von
erstellt am 24.Apr.2014 | 19:32 Uhr

Der Grundstücksmarkt im Kreis Plön bleibt von den Auswirkungen des demographischen Wandels weiter verschont. Zumindest geht dies aus den Zahlen des Grundstücksmarktberichtes 2013 hervor, der gestern im Kreishaus vorgestellt wurde. Demnach ist die Zahl der Kaufverträge für Grundstücke und Eigentumswohnungen im vergangenen Jahr um 16 Prozent auf insgesamt 1872 verwertbare Vorgänge gestiegen – den höchsten Wert seit Beginn der Untersuchung im Jahr 1999. „Erfreulich ist, dass die Anzahl der gehandelten Baugrundstücke für die Einfamilienhausbebauung um 33 Prozent über dem Vorjahreswert liegt. Dies zeigt die Attraktivität unseres Kreises auch als Wohnstandort“, freute sich Landrätin Stephanie Ladwig.

Ob sie mit dieser Beurteilung richtig liegt, dürfte sich erst im nächsten Bericht des Gutachterausschusses zeigen. „Es kann sein, dass Käufe im vergangenen Jahr vorgezogen wurden“, so der Ausschussvorsitzende Matthias Baldes. Mögliche Gründe hierfür sind die momentan historisch niedrigen Hypothekenzinsen sowie die Erhöhung der Grunderwerbssteuer auf 6,5 Prozent zum Jahresbeginn 2014. Es könnte daher sein, dass ein eigentlich für dieses Jahr geplanter Grundstückskauf bereits in 2013 vollzogen wurde.

Die derzeitige hohe Nachfrage schlägt sich auch auf die Preise für Gebäude nieder – jedoch abhängig vom Gebäudetyp und -ort. So sind die Durchschnittspreise für gebrauchte Einfamilienhäuser weitestgehend stabil geblieben (+ 1,5 Prozent) und liegen im Mittel bei 180 000 Euro. Deutliche geografische Unterschiede gibt es hinsichtlich des Quadratmeterpreises. Während er etwa in Heikendorf und Laboe bei über 1900 Euro liegt, können im südöstlichen Kreisgebiet Einfamilienhäuser für unter 1100 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche erstanden werden. „Die Verkehrsachse von Kiel nach Lübeck macht sich auch in den Preisen bemerkbar“, fasst es Baldes zusammen. Gleiches gelte für die Touristenhochburgen am Ostufer der Kieler Förde.

Rückläufig sind die Flächenumsätze hingegen beim Acker- und Grünland. Während er bei der Ackerfläche von 268 auf 249 Hektar rückging, sank er beim Grünland vergleichsweise stark von 7 auf 34. Hier machte sich der Rückgang auch bei den Hektarpreisen bemerkbar. Sie gingen über 14 Prozent auf nur noch 14 710 Euro zurück. „Landwirte trennen sich von ihrem Grund und Boden nur ungern. Sie verpachten ihn lieber“, liefert Ulrich Kempe, Geschäftsstellenleiter des Gutachterausschusses, eine mögliche Erklärung für die Umsatzschwäche. Ein Zusammenhang mit dem Rückgang der Biogasanlagen lasse sich nur vermuten.

 

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen