zur Navigation springen
Ostholsteiner Anzeiger

14. Dezember 2017 | 09:45 Uhr

Plöns Bürgermeister schwer unter Druck

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Fraktionsvorsitzende werfen Jens Paustian „eklatante Führungsschwäche“ vor

von
erstellt am 20.Mär.2015 | 13:27 Uhr

Im Plöner Rathaus fliegen die Fetzen: Gemeinsam haben die Vorsitzenden der vier Fraktionen in der Ratsversammlung gestern Bürgermeister Jens Paustian die gelbe Karte gezeigt. In ihrer Erklärung fordern sie von ihm „erhebliche Änderungen“ an seiner Amtsführung. Paustian lehnte bereits ausdrücklich einen Rücktritt ab.

Der Bürgermeister knöpfte sich seinerseits Ingo Eitelbach vor: Paustian warf dem Vorstand der Stadtwerke Plön „unkollegiales Verhalten“ vor und kündigte Konsequenzen für ihn an. Postwenden wies Eitelbach diese Kritik als „nicht nachvollziehbar“ zurück und verwahrte sich gegen jeden Versuch, die Stadtwerke zum Sündenbock für Versäumnisse der Stadtverwaltung bei der Gebührenkalkulation für die Straßenreinigung zu machen.

Wie berichtet, hat die Stadt Plön sechs Jahre lang trotz steigender Kosten die Straßenreinigungsgebühren unverändert gelassen. Dadurch entgingen der Stadtkasse fast eine halbe Million Euro an Einnahmen; Fragen nach der Verantwortung dafür und den Konsequenzen sorgen jetzt für dicke Luft in Plön.

Die Fraktionsvorsitzenden Oliver Hagen (CDU), Thorsten Pfau (SPD), Rainer Dräger (FWG) und Gerd Weber (Grüne) sehen ihr Vertrauensverhältnis zu Jens Paustian „erheblich belastet“. Er habe beim Thema Straßenreinigungsgebühren die Dinge viel zu lange treiben lassen und zu Anfragen geschwiegen, anstatt zu handeln und die Politiker zu informieren. Die Fraktionsvorsitzenden wörtlich: „Dass der Plöner Bürgermeister über einen Zeitraum von sechs Jahren keine Entscheidung zu treffen vermochte, offenbart seine eklatante Führungsschwäche im Umgang mit seinen Mitarbeitern. Es zeigt aber auch deutlich, dass allein Bürgermeister Paustian die Verantwortung dafür trägt, dass die Straßenreinigungsgebühren nicht angepasst wurden.“ Ausdrücklich widersprechen die Politiker Paustians Darstellung, wonach der Schwarze Peter eher bei den Stadtwerken liege.

Paustian erklärte, er werde sich nicht aus der Verantwortung stehlen. Für einen Rücktritt sehe er bei dem Thema„keine Veranlassung“. Seite 7

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen