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Ostholsteiner Anzeiger

22. Oktober 2017 | 16:34 Uhr

Plöner üben in Rendsburg Ernstfall

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

275 Einsatzkräfte aus Feuerwehren, THW, Rettungsdienst und Gefahrgutspezialisten übten Hand in Hand den Katastrophenfall

von
erstellt am 10.Sep.2013 | 00:36 Uhr

Bei der Katastrophen-Vollübung unter dem Motto „Herbstbiwak“ des Kreises Plön war eine angenommene Flugzeugkollision über Rendsburg das anspruchsvolle Szenario für 275 Einsatzkräfte. Feuerwehren und Technisches Hilfswerk, Rettungsdienste und Gefahrgutspezialisten waren am Wochenende in Rendsburg, Büdelsdorf und Osterrönfeld im Einsatz.

„Wegen der ,Trümmerhäuser’ am Jugendfeuerwehrzentrum des Landes Schleswig-Holstein in Rendsburg und des Technischen Hilfswerks (THW) in Osterrönfeld haben wir die Übung in den Kreis Rendsburg-Eckernförde gelegt“, erklärte Harald Rebmann, stellvertretender Leiter des Führungsstabes des Kreises Plön. Erklärtes Ziel der Übung war die Verbesserung der Zusammenarbeit der verschiedenen Einsatzkräfte im Katastrophenfall.

So wurden die Feuerwehrleute von THW-Helfern mit schwerem Gerät unterstützt, um sich Zugang zu Verschütteten in dem brennenden Gebäude am Jugendfeuerwehrzentrum zu verschaffen. Um die Verletzten kümmerten sich die Sanitätskräfte des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB) und des Deutschen Roten Kreuzes (DRK). „Diese Zusammenarbeit hat sehr gut funktioniert“, bewertete der Kreiswehrführer Manfred Stender das Vorgehen der Retter. Er gehörte zu den Übungsleitern, die fast ein Jahr lang an der Planung und Vorbereitung der Großübung gearbeitet haben.

Auch Volker Arp, stellvertretender Leiter des Löschzuges Gefahrgut des Kreises Plön, zeigte sich mit dem professionellen Vorgehen seiner Spezialisten zufrieden. Sie mussten sich um
einen Unfall mit giftigen Stoffen kümmern, die bei einem Unfall in einer Lagerhalle der Getreide AG in Rendsburg freigesetzt wurden. Nur in Chemikalien-Schutzanzügen und unter Atemschutz konnten sich die Helfer der Unfallstelle nähern. „In diesen Anzügen hält man es höchstens dreißig Minuten aus, und danach muss man trinken, trinken, trinken“, machte Arp deutlich. Auch die Versorgung mit Getränken gehörte zur Übung.

Am Obereiderhafen in
Büdelsdorf gingen Taucher des THW aus Preetz unter der Einsatzleitung von Dirk Esser ins Wasser. In zehn
Metern Tiefe und „null Sicht“ mussten sie ein versunkenes Auto orten und
Seile daran befestigen, bevor ein THW-Kran das Fahrzeug bergen konnte. Feuerwehrleute legten eine Ölsperre
um die Unglücksstelle.

Das Hauptziel der Übung, die Verbesserung der Zusammenarbeit, sei voll erreicht worden, sagte Rebmann. Allerdings müsse man weiter daran arbeiten, die Kommunikation zwischen der Führung und den Einsatzkräften vor Ort zu verbessern. Zudem sei es oft nicht einfach, zu klären, wer bei der der Koordination der verschiedenen Kräfte am Einsatzort „das Ruder in die Hand nimmt“.

„Die Resonanz war durchweg positiv, aber ein Wochenendausflug war das für die Einsatzkräfte nicht“, machte Rebmann nach der Abschlussbesprechung deutlich. „Das war richtige Maloche.“

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