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Plön: Die MUS bekommt eine neue Schwimmhalle

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Die Investition von knapp 8 Millionen Euro soll aber erst im Sommer 2020 abgeschlossen sein

von
erstellt am 12.Okt.2015 | 11:11 Uhr

Die gute Nachricht: die Marineunteroffizierschule in Plön (MUS) bekommt eine neue Schwimmhalle. Die schlechte Nachricht: mit der Fertigstellung wird allerdings erst 2020 gerechnet. Seit über einem Jahr ist die Schwimmhalle bereits geschlossen und steht für die Schwimmausbildung der Soldaten nicht mehr zur Verfügung.

Der Grund: im Sommer des vergangenen Jahres war festgestellt worden, dass jährlich rund 6000 Liter Wasser auf unerklärliche Weise im Umfeld der Schwimmhalle in der MUS verschwinden. „Das Gutachten hat ergeben, dass der Beton und die Abdichtungen wasserdurchlässig sind“, sagte Barbara Müller, Sprecherin der planenden Gebäudemangement (GMSH) Schleswig-Holstein gestern dem OHA.

Die immer noch geschlossene Schwimmhalle im Eingangsbereich der MUS ist mittlerweile gut 40 Jahre alt. Sie dient der Schwimmausbildung der Soldaten aus Plön und Eutin, die seither in kommunale Schwimmbäder ausweichen. Aber auch viele Vereine und Verbände wie die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft nutzten bisher die MUS-Schwimmhalle.

„Unter Berücksichtigung der mittlerweile gut 40 Jahre alten Bausubstanz ist ein Neubau wirtschaftlicher als eine komplette Sanierung der Schwimmhalle“, sagte Barbara Müller weiter. Und das nicht zuletzt wegen der geringeren Betriebskosten eines Neubaus. Das Bundesverteidigungs- und das Finanzministerium hätten dem Neubau bereits zugestimmt. Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen hatte das offenbar bei ihrem Besuch im Frühsommer genehmigt.

Vermutlich wird es einen völlig neuen Ort für die Schwimmhalle in der MUS geben. Die Kosten für die neue Schwimmhalle werden sich auf rund 7,7 Millionen Euro belaufen, sagte Barbara Müller. Weil mit der Fertigstellung dieser großen Baumaßnahme nicht vor Sommer 2020 zu rechnen sei, werde in der alten Schwimmhalle als Interimslösung entsprechend umfangreiche Abdichtungsarbeiten vorgenommen, sodass die Halle voraussichtlich ab April 2016 wieder genutzt werden kann. Die Kosten dafür belaufen sich derzeit auf etwa 120  000 Euro.

MUS-Kommandeur Kapitän zur See Matthias Kähler freute sich gestern im OHA-Gespräch über die guten Nachrichten von der GMSH: „Die Schwimmhalle ist sehr wichtig für die Ausbildung der Soldaten.“ Aber auch andere Vereine und Verbände warteten auf diese Lösung.

 

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