Plön : Plön bekommt Platz für Hunde

Bau eines neuen Hundeauslaufplatzes am Trentsee hat gestern begonnen

shz.de von
20. August 2018, 15:29 Uhr

Der neue Hundeauslaufplatz auf der Wiese am Trentsee hinter dem Plöner Schiffsthal-Stadion nimmt Gestalt an. Gestern begannen Mitarbeiter der Kieler Firma Draht Werner, Löcher für den metallenen Doppelstabgitter-Mattenzaun auszuheben. Bis Ende der Woche sollen die Arbeiten beendet sein. 10 000 Euro stehen im städtischen Haushalt für die Maßnahme bereit.

Der Platz ist rund 1400 Quadratmeter groß und erhält nach den Worten des Bürgermeisters Lars Winter ein Doppeltor für das Mähfahrzeug des Bauhofs sowie seitlich eine Tür für die Nutzer. Zwei Bänke stehen bereits, außerdem werden auf dem Areal Hundebeutelspender und Mülleimer aufgestellt. Geöffnet ist von 8 bis 20 Uhr.

„Hier ist der beste Platz“, erinnerte Winter an die Vorgeschichte. Mehrere andere Standorte waren im Laufe der Jahre verworfen worden, entweder aus Naturschutzgründen, oder weil Anwohner Stunk machten. Auch für das neue Areal gibt es Befürworter und Gegner, die ihren Frieden nicht gemacht hätten. Unter anderem sprachen sich Anwohner der Bürgermeister-Kinder-Straße gegen das Vorhaben aus. Ein Grund ist befürchtete Lärmbelästigung, ein anderer, dass Bäume für den neuen Zaun weichen mussten. Auch für die Erneuerung des maroden Zauns zum Sportplatz hin in den nächsten Jahren werde man eine kleine Schneise schlagen müssen, kündigte Winter an. Aus seiner Sicht bedeuteten tobende Hunde nicht unbedingt auch Lärm. Hunde hätten auch zuvor schon auf dem Platz herum getobt. Mit Zaun habe man einen rechtssicheren Raum und verhindere, dass Hunde nahe Brutplätze störten.

Spaziergänger Wolfgang Wandelt führt gerade seinen Jack Russell-Terrier Jacky (9) aus, als Winter die Bauarbeiten begutachtet. „Ich bin gegen den Platz“, erklärte Wandelt auf Nachfrage, „weil jeder Hundebesitzer verantwortlich ist, wenn er weiß, dass sein Hund aggressiv reagiert. Dann muss er dafür sorgen, dass Menschen nicht belästigt werden. Ich weiß nicht, ob ich Jacky frei laufen lasse auf dem Platz, wenn dort große Hunde sind, die ich nicht kenne.“

Auch bezweifele er, dass Hundebesitzer eigens dafür von der anderen Seite der Stadt kommen werden. Zudem werde wieder ein Areal eingegrenzt und mit einem Schild versehen. Wolfgang Wandelt: „Das ist nicht mein Ding.“

Sarah Tews, die mit Schäferhund-Bordercollie-Mischling Cookie (9) hinzukommt, hat sich noch nicht entschieden. „Ich bin geteilter Meinung, nicht dafür und nicht dagegen“, meinte die Plönerin.

 

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