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Ostholsteiner Anzeiger

23. November 2017 | 14:22 Uhr

Plön bekommt jetzt LED-Lampen

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Bis Ende 2018 sollen in Plön alle Straßen mit zusammen 1200 neuen Lampen ausgestattet werden / Erster Bauabschnitt startet bald

von
erstellt am 12.Okt.2017 | 13:27 Uhr

Für die Entscheidung haben andere Kommunen deutlich länger benötigt: die Straßen in der Stadt werden künftig mit LED-Lampen der Firma „Schréder“ aus Stuttgart beleuchtet. Diesen Beschluss fasste der Stadtentwicklungsausschuss in seiner Sitzung am Mittwochabend. Eine Montage zur Probebeleuchtung stand gar nicht zur Diskussion.

Insgesamt sollen in Plön 1200 Straßenlampen bis Ende 2018 in zwei Bauabschnitten umgerüstet werden. Das kostet die Stadt zwar viel Geld, aber durch die neue LED-Technik wird in den Folgejahren mit einer erheblichen Stromersparnis gerechnet. Zudem gibt es, so Martin Köpke aus dem städtischen Fachbereich Bauen, bereits einen Zuwendungs-
bescheid von fast 73  000 Euro für den ersten Bauabschnitt.

Im ersten Bauabschnitt sollen noch in diesem Jahr 43 Plöner Straßen mit etwa 420 neuen Lampen „Pilzeo“ der Firma Schréder bestückt werden. Das sind Amselstieg, Am Hang, Am Rodomstor, Am Schiffsthal, Am Trammer See, Appelwarder, August-Thienemann Straße, B  76 Tunnel Aldi, Bergstraße, Bürgermeister-Kinder-Straße, Breslauer Straße, Brückenstraße, Büffelpfad, Danziger Straße, Düvelsbrook, Gartenstraße, Friedrichstraße, Hamburger Kamp, Heidbleken, Kannegießerberg, Kieler Kamp, Klosterstraße, Königsgehege, Königsberger Straße, Krusekoppel, Langenbusch, Memelner Straße, Pamaßweg, Olmühlenallee, Övelgönne, Pommernweg, Rathjensdorfer Weg, Rodomstorstraße, Schlesierweg, Schillener Straße, Seeblick, Steinberg, Stettiner Straße, Tilsiter Straße, Trentseeweg, Ulmenstraße und der Wanderweg am Trentsee sowie die Wilhelmstraße.

In einem zweiten Bauabschnitt sollen 480 weitere Leuchten „Pilzeo“ der Firma Schréder bis spätestens Ende 2018 in Plön installiert werden. Martin Köpke: „Der Förderantrag dafür wurde bereits Ende September gestellt.“ Es würden rund 180  000 Euro an Zuschüssen für beide Bauabschnitte erwartet. Den Stückpreis für die neue Lampe bezifferte Christoph Probst vom Architekturbüro mit rund 350 Euro. Damit liegen die Gesamtkosten für 1200 Leuchten bei rund 420  000 Euro abzüglich der erwarteten Zuwendungen.

Christoph Probst bezeichnete die Schréder-Lampe als „zwar effizient, aber optisch nicht so ansprechend“. Bei dem ausgesuchten und sehr intelligenten Modell könne jede Lampe einzeln auf ihre Anforderungen programmiert werden. Das gelte auch für die Dimmung. Die Lampe habe eine sehr hohe Strahlkraft und weise einen guten Überspannungsschutz auf. Sie sei in fünf Stufen dimmbar und ihr LED-Modul sei austauschbar. Probst: „Die Schréder-Lampe ist die Sparsamste der hier vorgestellten LED-Lampen.“ In ihr sei sogar eine astronomische Uhr enthalten, die Sonnenaufgang und -untergang berücksichtigen und das Licht sogar Mitten in der Nacht dämmen kann.

Die größte Ersparnis werde aber erzielt, wenn die Lampen auf Bewegung reagieren, sagte Bernd Möller (SPD). Doch er wolle in Plön „die Kirche im Dorf lassen“, denn Spielereien seien nicht angemessen. Wichtig seien eine dimmbare Beleuchtung und keine „altbackenen“ Lampen ohne Design. Auf das Design wollte Frank Evers (FWG) zugunsten der Effektivität lieber verzichten. Wie Möller sprach sich auch Teamleiterin Jutta Kricheldorff für moderne Lampen mit einem modernen Design aus.

Erst in einem zweiten Schritt sollen die auf die vorhandenen Masten montierten LED-Lampen optimiert werden, kündigte Martin Köpke an. Dann würden auch zentrale Schaltschränke erneuert. Umweltbeauftragter Achim Kuhnt erinnerte an eine einfache Reinigung der neuen Lampen als Maßgabe. Bei verdreckten Lampen leide die Lichtausbeute.

Fachmann Christoph Probst strich die Segel, als Bürgermeister Lars Winter das Verhalten der neuen Lampen bei Gewitter und Dunkelheit am Tag ansprach. Fest stehe, die LED-Lampen könnten die Straßen individuell ausleuchten.

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