Plön-Bad: „Kinderparadies“ bleibt zu

Das „Kinderparadies“ im linken Bereich des Plön-Bades wird wohl noch eine Weile geschlossen bleiben.
Das „Kinderparadies“ im linken Bereich des Plön-Bades wird wohl noch eine Weile geschlossen bleiben.

Gerichtlich bestellter Gutachter hat sich den Schaden angesehen: Proben des Betons wiesen eine Feuchtigkeit von 104 Prozent auf

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17. März 2017, 15:42 Uhr

Die Schäden im „Kinderparadies“ des Plön-Bades sind offenbar weitaus größer als bisher angenommen. Das Planschbecken für Kleinkinder bleibt weiter gesperrt. „Wann es wieder zugänglich gemacht werden kann, ist derzeit noch völlig offen“, so Bürgermeister Lars Winter gestern vor Journalisten.

„Ein vom Gericht bestellter Gutachter hat sich den Schaden in der vergangenen Woche angesehen und Proben genommen“, so Winter. Diese Betonproben müssen jetzt erst ausgewertet werden. „Tatsache ist, dass die Betonproben nach ersten Messungen eine Feuchtigkeit von 104 Prozent aufwiesen – sie waren nass.“ Woher das kommt, kann derzeit noch niemand sagen. Nach ersten gutachterlichen Angaben könnte es sein, dass auch noch ein Statiker hinzugezogen werden muss, sollte der Fehler im Untergrund des Betons liegen. Winter: „Dann wird es einen neuen Besichtigungstermin geben.“

„Nicht nur wir fragen uns: wo kommt das Wasser her?“ In jedem Fall sind die Schäden nicht unerheblich. Der gesamte Beckenrand bröckelt. Mittlerweile hat sich ein Riss gebildet, der sich um die ganze Rundung zieht. Im Becken selbst sind etliche Fliesen hochgekommen. „Darunter sind viele Hohlräume festgestellt worden durch Abklopfen.“

Die ersten Schäden wurden bereits im vergangenen Sommer festgestellt. Anfänglich ging man davon aus, dass die Schäden schnell zu beheben seien. Deshalb blieb das Bad nach der sommerlichen Pause schon eine Woche länger als geplant geschlossen, machte dann aber ohne das „Piratenparadies“ letztlich wieder auf. Im Planschbecken selbst bleibt das Wasser vorerst also abgelassen.

Bei der Stadt geht man von einem Gewährleistungsschaden aus. „So etwas ist nicht vorhersehbar“ – die Frage ist nur: wer ist dafür verantwortlich zu machen. „Noch steht die Wiedereröffnung in den Sternen“, so der Bürgermeister. Er sicherte allerdings gestern auch zu, so schnell wie möglich das Becken zu sanieren, sobald der Fehler ermittelt worden ist. Wie hoch der finanzielle Schaden ist, mag noch niemand spekulieren. Allein die halbrunden Beckenrandfliesen sollen rund 40  000 Euro gekostet haben.

Die anderen Bereiche des Plön-Bades könnten (fast) wie gewohnt genutzt werden. Personalprobleme machen es aber schwierig, die Öffnungszeiten zu halten. Für Ostern gibt es deshalb bereits Sonderöffnungszeiten. Karfreitag und Ostersonnabend wird die Schwimmhalle offen sein, Ostersonntag und Ostermontag schließen. „In den Ferien werden wir zusätzlich am Donnerstagnachmittag schließen.“ Derzeit laufen aber Bemühungen, neues Fachpersonal eventuell von einem anderen Bad zu übernehmen.  

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