Plön auf Weg zum schnellen Internet

Die Ämter Rantzau und Elmshorn-Land arbeiten beim Breitbandausbau zusammen. Aus diesem Grund haben sie eine Markterkundung gestartet. Anfang September soll es zudem eine Bürgerbefragung geben.
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Die Ämter Rantzau und Elmshorn-Land arbeiten beim Breitbandausbau zusammen. Aus diesem Grund haben sie eine Markterkundung gestartet. Anfang September soll es zudem eine Bürgerbefragung geben.

40 Prozent der Haushalte müssen bei „Deutsche Glasfaser“ mitmachen

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01. März 2016, 11:04 Uhr

Wenn alles gut läuft, dann können die Plöner Anfang des nächsten Jahres bereits mit 100 oder sogar 200 MBits im Internet surfen und Fernsehen. Zur Umsetzung der Pläne steht die „Deutsche Glasfaser“ bereits in den Startlöchern. Wie Regionalmanager Ralf Pütz am Montagabend im städtischen Hauptausschuss sagte, müssten sich bis Ende Juli mindestens 40 Prozent der Plöner Haushalte für einen Anschluss entscheiden, damit alle zusammen an ein schnelles Internet angeschlossen werden.

Die „Deutsche Glasfaser“ hat 150 Projekte in Arbeit und schließt täglich in Deutschland bis zu 3000 Haushalte ans Glasfasernetz an. Pütz: „Bisher sind von Deutsche Glasfaser etwa 163000 Haushalte ans Glasfasernetz angeschlossen.“ Die 375000 Kilometer verlegten Leitungen erforderten eine Investition von rund 130 Millionen Euro. In den nächsten drei Jahren sollen in Deutschland so rund 1,5 Milliarden Euro in das schnelle Netz investiert werden.

Mit dem schnellen Glasfasernetz bewegt man 4,7 Gigabyte in nur drei Minuten, rechnete Ralf Pütz vor. Bei der VDSL-Übertragung dauere das schon zwei Stunden, bei DSL 14 Stunden. Und der Bürgermeister in Leezen habe 20 Grundstücke in 20 Minuten verkauft, weil er sie mit Glasfasernetz angeboten habe, sagte Pütz und weckte im Hauptausschuss Gedanken in Richtung des geplanten Baugebietes Seewiesen. Das Erreichen einer Bestellquote von 40 Prozent sei kein Selbstgänger, sagte der Regionalmanager. Und bei Gewerbegebieten brauche sein Unternehmen die Zustimmung mindestens der Hälfte der Eigentümer. Übrigens: Die Anschlüsse in der Langen Straße gelten wie die für Privatkunden.

Danach gehe es aber ganz schnell. Zwei Kolonnen würden innerhalb von acht Wochen 1500 Wohneinheiten anschließen. Dann komme es zur Anschluss-Aktivierung und zum Netzbetrieb. Pütz: „Und wer nicht bestellt, der bekommt das Glasfaserkabel bis an die Gehsteigkante vor seinem Haus verlegt. Geplant sei, bei Mehrfamilienhäusern das Glaskabel bis in die Etage und später in die Wohnungen zu verlegen. Übrigens: Die Kabelwege müssen von den Eigentümern selbst geschaffen werden. Aber auch hier biete die Deutsche Glasfaser Möglichkeiten an.  

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