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Ostholsteiner Anzeiger

22. Oktober 2017 | 03:17 Uhr

Pleite vor Rekordkulisse

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Schleswig-Holstein-Liga: Eutin 08 wird vom SV Todesfelde mit 6:1(5:1) Toren auseinandergenommen

shz.de von
erstellt am 02.Nov.2014 | 15:58 Uhr

Spitzenreiter Eutin 08 wurde am Sonnabend in der Schleswig-Holstein-Liga vor der Rekordkulisse von 470 Zuschauern vom SV Todesfelde nach allen Regeln der Fußballkunst auseinandergenommen. „So darf man hier nicht auftreten“, grollte der Eutiner Trainer Mecki Brunner. Er entschuldigte sich bei den Zuschauern für die Leistung seiner Mannschaft. Auf der anderen Seite war Sascha Sievers rundum zufrieden: „Besser als wir in der ersten Halbzeit kann man das nicht spielen.“

Beide hatten Recht. Die Todesfelde rüttelten mit ihren schnellen Spitzen Morten Liebert und Dennis Studt die Hintermannschaft der Gastgeber ordentlich durcheinander. Schon nach sieben Minuten lag der Ball zum ersten Mal im Tor der Eutiner. Nach einem Foul an Oliver Zebold servierte Luca Sixtus den Ball in den Strafraum, Dennis Studt sprintete in Richtung Tor und köpfte den Ball ins kurze, linke Eck. Fabian Oeser im Tor der Gastgeber war ohne Chance. Kurz darauf erwischte Gästetorwart Joshua Preez den Eutiner Philip Nielsen

Zehn Minuten später gelang Studt der zweite Streich. Er spielte seine Schnelligkeit aus und schob den Ball nach einem Steilpass ins rechte Eck, wieder konnte Oeser nur zusehen, wie der Ball einschlug. Die Eutiner fanden keinen Zugriff auf die Gäste, die mit schnellen Pässen in die Schnittstellen die Schwächen des Spitzenreiters schonungslos offenlegten. Mit einem langen Einwurf bereitete Kapitän Dominik Lembke das 3:0 vor, das Luca Sixtus vollkommen freistehend erzielte, nachdem Yannick Bremser den Ball unglücklich mit dem Kopf verlängert hatte (24.).

Zwar versuchte Eutin 08 verzweifelt dem Spiel eine Wende zu geben, doch die Gäste waren in der Abwehr gut sortiert und ließen nur wenig zu. Yannick Bremsers Schuss wurde abgeblockt, den Nachschuss setzte Felix Ahlers links vorbei (28.). Eine Minute später setzte sich Sebastian Witt auf dem linken Flügel durch, passte auf Ahlers, doch der verstolperte (29.). Ein zarter Funken Hoffnung keimte nach dem 1:3 auf, als nach einer Ecke von Timm Brunner Clemens Lange den Ball mit dem Kopf verlängert und Bremser aus drei Metern zum 1:3 abstaubte.

Doch der SV Todesfelde ließ sich nicht aus dem Konzept bringen. Die Gäste setzten weiter Nadelstiche. So konnte Tim Brunner im eigenen Strafraum gerade noch gegen Daniel Schumacher klären (28.). Kurz darauf versetzte erneut ein weiter Einwurf von Dominik Lembke, diesmal von der rechten Seite, den Eutinern den nächsten Schock, denn von Sönke Meyer prallte der Ball zum 1:4 ins Eutiner Tor. Und es kam für Eutin 08 noch dicker. Nach einem Pass in die Mitte tauchte Oliver Zebold frei vor dem Tor auf, zwang Keeper Fabian Oeser in den Zweikampf, der sich nur mit einem Foul zu helfen wusste. Logische Konsequenz von Schiedsrichter Malte Gerhardt: Er pfiff Elfmeter und verwies Oeser mit Rot des Feldes. Mecki Brunner nahm mit Ahlers einen Offensivspieler raus und wechselte Ersatztorwart Nick Dräger ein. Den Strafstoß verwandelte Zebold flach ins linke Eck, Dräger war zwar noch mit den Fingern am Ball, konnte aber das 1:5 nicht verhindern.

Zur zweiten Halbzeit wechselten die Gastgeber Timo Schwartz für Kevin Hübner ein, der nach einer Gelben Karte Gelb-Rot gefährdet war. Zu den vielen trostlosen Eutiner Kapiteln an diesem Nachmittag passte der Foulelfmeter, den Clemens Lange voller Frust weit über den linken Torwinkel in Richtung Seescharwald jagte. Das Spiel endete, wie es begonnen hatte, mit einer gelungenen Aktion der Gäste. Morten Liebert war nach einem Steilpass schneller als die Eutiner Abwehr und schoss das 6:1.

„Wir waren kämpferisch stark und taktisch diszipliniert“, sagte Sascha Sievers nach dem Abpfiff. Mecki Brunner begründete die Stärkung der Defensive in der zweiten Halbzeit: „Da ging es um Schadensbegrenzung.“ Zu den Ursachen der 1:6-Pleite sagte er: „Wir waren oft nicht konzentriert. Die Qualifikation für das Hallen-Masters muss raus aus den Köpfen.“

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